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Exkursionen    
 

Exkursion Uni Göttingen 20.09.-04.10.2007

Wir freuten uns auch dieses Jahr die Exkursionsgruppe der Universität Göttingen unter der Leitung von JProf. Dr. Gert Wörheide und Dr. Mike Reich wieder in Dahab begrüßen zu dürfen. Die Exkursion "Geobiologie und Biodiversität rezenter und fossiler Riffe (Rotes Meer) und Geobiologie des Sinais" fand diesmal schon zum 3.Mal unter der Betreung des RSECs statt. Die 2-wöchige Exkursion umfasste neben Tagesausflügen in das Wadi Qnai und zu verschiedenen Tauch- und Schnorchelplätzen, auch eine 3-Tages-Tour in den Ras Mohamed Nationalpark und das Schutzgebiet Nabq. Um dem lokalen Riffschutz zu unterstützen, beschäftigte sich ein Kleingruppenprojekt unter Leitung von Dipl.-Biologe Christian Alter mit dem Zustand der Riffdach- / Riffkronenbereiche an hoch frequentierten Schnorchelplätzen.

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Exkursion Uni Gießen 19.03.-02.04.2007    

Zum zweiten Mal durften wir die Exkursionsgruppe der Universität Gießen unter der Leitung von Prof. Dr. Bernd Werding in Dahab begrüßen. Auch die diesjährige Exkursion sollte sich primär mit dem Biodiversitäts-Projektes beschäftigen und die vorhandene Referenzsammlung und Datenbank vervollständigen. Ein Teil der Studenten nahm an einem Reef Check-Projekt unter der Leitung von Dipl.-Biologe Christian Alter teil. Hierbei untersuchte die Gruppe die Auswirkungen der extremen Ebbe auf die Korallengemeinschaften des Riffdaches. Dieses aktuelle Ereignis fiel auf die ersten Exkursionstage und bot sich so treffend an. Mehr dazu unter: Extreme Ebbe verursachte natürliches Korallensterben am Sinai

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Exkursion Uni Göttingen 26.09.-10.10.2006
Nähere Ausführungen zum Vortrag von Dr. A. Keck

Das ‚Nabq Protectorate’ im Südosten der Sinai Halbinsel stellt eine Art Naturschutzgebiet auf 600 km² Fläche dar. Das geschützte Gebiet erstreckt über den alluvialen Schwämmfächer des Wadi Kit, welcher die Form eines Deltas hat. Es wurde 1992 in Zusammenarbeit mit den örtlich ansässigen Beduinen gegründet. Die Beduinen der im Einzugsgebiet liegenden Beduinendörfer, dürfen das Reservat weiter in traditioneller Art und Weise nutzen. Das Naturreservat ist ein einzigartiges Biotop mit extremen Standortbedingungen. Es beherbergt mehrere Vegetationszonen mit insgesamt 136 Pflanzenarten, von denen 4 Arten endemisch vorkommen. Das Mangrovenvorkommen „El- Rumaika“ oder die großen Arak- Dünen nahe dem „Lighthouse“, sowie das Wrack der Maria Schröder locken immer mehr Besucher in den Park. Im Reservat können folgende Vegetationszonen beschrieben werden: Im Gezeitenbereich liegt, einem fossilem Riff landeinwärts angegliedert, ein Salzmarsch. Die feuchten Gebiete des Salzmarsches, die bei Flut überflutet werden, sind von Mangroven besiedelt. Insgesamt gibt es vier Mangrovenvorkommen im Nabq Protectorate. Mangrovengebiete gelten als enorm produktive Biotope, da sie von vielen Fischen und auch Vögeln als Brut- und Aufzuchtsgebiet genutzt werden. Nennenswert ist das große Vorkommen der Winkerkrabben (Uca ecuadoriensis). Auffallend für die männlichen Winkerkrabben ist die unterschiedliche Größeder Scheren mit einer sehr stark vergrößerten Schere und einer kleinen Schere. Die Weibchen tragen an beiden Scherenbeinen eine kleine Schere. Sie kommen dabei vor allem an sandigen Strandabschnitten oder im Bereich von Mangrovenwäldern vor. Wichtigste Pflanze ist die Schwarze Mangrove, ein immergrüner, bis 6 m hoher Baum. Im feuchten, anoxischen Bereich bildet die Pflanze Luftwurzeln aus, um einen ausreichenden Gasaustausch zu gewährleisten. Landeinwärts nehmen die Luftwurzeln ab. Zusätzlich stellt die Salinität des Meeres ein osmotisches Problem für die Pflanze dar. Dies wird durch aktives Ausscheiden von Salz an der Blattunterseite überwunden. Im Bereich des Wadis und der Steinwüste dominieren Dünenbildner die Landschaft. In diesen Pflanzen verfängt sich der Sand, lagert sich ab und die Dünenbildung setzt ein. Die Pflanzen bilden bis zu 50 m lange Wurzeln aus, um an das tief im Boden befindliche Wasser zu gelangen. Die verschiedenen, Dünen- bildenden Arten zeigen unterschiedliche Toleranzen gegenüber den Salzgehalt des Wassers. So sind Pflanzen mit hoher Salztoleranz im Küstenbereich anzutreffen, während salzempfindlichere landeinwärts wachsen. Das überschüssige Salz wird aktiv über die Blätter ausgeschieden. Die Pflanzen sind zusätzlich durch die Ausbildung von Sukkulenz, an die extreme Hitze und Sonneneinstrahlung angepasst. Dicke, fleischige, kleine Blätter mit dicker Kutikula, Wachsschichten und Beharrung sind typisch und verringern die Verdunstung von Wasser. Die Art Limonium axillare ist eine bis zu 1,30 m hohe Pflanze mit sehr großer Salztoleranz. Sie ist in Strandnähe zu finden und bildet bis zu 0,5 m hohe Dünen. Die Früchte dieser Pflanze (Beeren) sind essbar, jedoch sauer. Der Dünenbildner Zygophyllum album weist eine ähnlich hohe Salztoleranz wie L. axilare auf, bildet aber nur flache Dünen. Zwei weitere Dünenbildner sind die Arten Tamarix aphylla und Nitraria retusa. Sie sind weniger salztolerant und kommen weiter landeinwärts vor. Die Art Salvadora persica formt die imposanten, bis zu 10 m hohen Arakdünen. Diese Art weist jedoch die geringste Salztoleranz auf und wächst am weitesten vom Strand entfernt. Typisch ist der horizontal, „vom Wind weg“ wachsende Stamm. Die Pflanze wird von den Einheimischen sehr als Heilpflanze geschätzt. Sie wird bei den verschiedensten Beschwerden (giftige Bisse, Magenbeschwerden, Fieber, Syphilis) angewandt und die kleinen, faserigen Zweige finden als „Zahnbürsten“ Verwendung. Die im Naturschutzgebiet vorkommende Dattelpalme (Phoenix dactylifera) ist eine nicht natürlich vorkommende, sondern eingeführte Pflanzenart.


Exkursion Uni Gießen 16.-30.03.2006

Das von der Universität Giessen initierte Projekt: “Biodiversity of the Dahab Marine Environment” führte ein Studentengruppe um Prof. Dr. Bernd Werdinger vom 16.03. – 30.03.2006 ans RSEC nach Dahab. Im Rahmen dieses Projektes arbeiteten die Studenten an einer ersten Bestandsaufnahme der marinen Flora und Fauna der Region und sammelten Proben für eine Referenzsammlung. Diese Sammlung wird von einer digitalen Photodatenbank ergänzt. Zusätzlich zu der Arbeit am Biodiversitätsprojekt erlernten die Studenten Grundlagen der Riffbiologie des Roten Meeres in Kursen, die von den RSEC Mitarbeitern Dr. Alexander keck und Christian Altern geleitet wurden.

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Exkursion Uni Göttingen 22.09.-07.10.2005

„Tagesprotokoll –Tagesausflug Ras Mohammed, rezente und fossile Riffe“
Katharina Schmücker

ab 10:00 Uhr: Mangrove Channel; Besuch der Schnittstelle des Golfes von Suez und des Golfes von Aqaba auf pleistozäner Riffterrasse stehend; Hidden Bays mit
erfolgreicher Suche nach Onkoiden*, die auf der einen Seite schwarz und auf der anderen Seite grau/braun waren, und Fund von größeren Stücken an fossilen korallinen Rotalgen; The Open Crack, durch Plattentektonik entstandene Löcher, die mit Meerwasser gefüllt sind.

12:00 Uhr: Ankunft und Einweisung im Camp an der Marsa Bareika; Pause mit
Schnorcheln und Mittagsessen bis 15:00 Uhr
ab 15:20 Uhr: Shark Observatory; hier plötzlich kein Schnorcheln mehr möglich, da die anwesenden Polizisten nur eine Erlaubnis bis 16:00 Uhr erteilen wollten;
Alternative: geologische Betrachtung der fossilen Riffe: wir befanden uns wahrscheinlich auf dem ehemaligen Riffdach in der nähe von Strand/ Ufer, da sich in Handstücken Feldspäte und Bioklasten in Form von Schnecken und Korallen finden ließen; auffällige kleinere Löcher in der Riffwand deuteten wir als Stellen, wo ursprünglich Tierschalen saßen, die durch Verwitterung frei gelegt wurden und dann heraus gefallen sind; des Weiteren fanden wir beim Abstieg Rhodolithe**.

16:50 Uhr: zurück im Camp; Abend zur freien Verfügung

*Onkoid: die Genese findet unter Mitwirkung von Algen („Algenmatten“) statt; die Onkoide werden während des Schalenaufbaus ständig durch Tiden umgedreht;
**Rhodolith: runde und konzentrische koralline Rotalgen, frei auf dem Substrat liegend

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