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    Aktuelles von der Feldstation Dahab
   
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Feldstation Dahab

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Masbat Bay Conservation Project - November 2011

20. November 2011
Das nächste Masbat Bay Conservation Projekt hat angefangen und es läuft wirklich gut. Wir, das sind Martin, Charlie und ich, Astrid bereiten grade die Unterwasserstudien vor. Das Ganze erweist sich als eine gut zu planende Angelegenheit, da das Wetter momentan macht, was es will. Es ist sehr windig, was relativ starke Wellen mit sich bringt. Wir müssen unsere Tauchgänge also sehr bedacht planen. Hoffen wir mal, dass der ägyptische Winter nicht allzu hart wird!
Bis jetzt konnten wir leider noch nicht so viele Fische zählen, was wahrscheinlich darauf schließen lässt dass in der Bucht die Vorkommen schrumpfen. ABER, wir haben auch einige positive Neuigkeiten: In einem unserer Tauchgänge hat uns ein Napoleon (Cheilinus undulatus) für bestimmt 10 Minuten begleitet. Er ist in kreisenden Bahnen immer wieder um uns herum geschwommen. Das war sehr schön zu beobachten. Außerdem haben wir ein Jayakar’s Seepferdchen (Hippocampus jayakari) versteckt im Seegras gefunden. Dieses ist sehr selten und war daher ein ganz besonderes Erlebnis. Auch haben wir eine juvenile Makrele (wir glauben, dass es eine Gold- Makrele war, jedoch hatte er  schwarze Schwanzflossenspitzen) gesehen, die unter einem Taucher Schutz gesucht hat. Dieser hat den kleinen gelben Fisch gar nicht bemerkt, aber wir haben ihn gesehen :-)

24. November 2011
Die dritte Woche des Projekts hat begonnen … wir können gar nicht glauben, dass schon so viel Zeit verstrichen ist! Vielleicht liegt es daran, dass wir sehr viele schöne Tauchgänge in den letzten Tagen hatten.
Wir haben häufig Seegras als Substrat aufgenommen, aber es stehen noch einige Tauchgänge aus, bei denen wir Korallenriffe und andere Substrate aufnehmen werden; auf die freuen wir uns natürlich ganz besonders! Allgemein haben wir mehr Fische erwartet, als wir momentan aufnehmen, was sehr traurig ist, was auf die immer noch betriebene Fischerei hindeutet.  Es reicht ja schon einen Blick auf die Kühltheke der Restaurants zu werfen; spätestens dann weiss man, wo der Fisch abgeblieben ist. Von Zeit zu Zeit sind wir jedoch sehr erfreut über ein paar überraschende Ereignisse. Des Öfteren haben wir nun schon große Goldmakrelen (Gnathanodon speciosus) und Tunfische (Gymnosarda unicolor) gesehen, die auf der Jagd waren. Auch haben wir eine große Gruppe (30 Individuen) von Faltlippen Meeräschen (Oedalechilus labiousus) gesehen.
Bei fast jedem Tauchgang tauchen Oktopusse (Octopodidae) auf, die sich mit Vorliebe in Autoreifen verstecken. Einmal konnten wir beobachten, wie ein Oktopus von einem  Dascyllus trimaculatus geärgert und gebissen wurde, was doch irgendwie lustig anzuschauen war J Außerdem ist ein großer Blauklingen Nasendoktor (Naso unicornis)  an uns vorbeigeschwommen. Ein schöner Moment, denn diesen Gesellen sehen wir nicht allzu oft. Ebenfalls kreuzten einige Schollen (Pardarchirus marmoratus) und Partnergarnelen (Alpheidae), die ihr zu Hause aufgeräumt haben, unseren Weg. Immer öfter haben wir auch, die für hier sehr bekannte, Mangrovenqualle (Cassiopea andromeda) versteckt im Seegras gefunden.
Außerdem haben wir damit angefangen unsere Tauchgänge früh am Morgen (zwischen 7 und 8 Uhr) zu beginnen, um dem Touristengetummel aus dem Weg zu gehen. Viele Leute nutzen die Wassereintrittspunkte, um Schwimmen, Schnorchlen oder Tauchen zu gehen. Wenn dann viele Leute im Wasser das Sediment aufwirbeln, ist es schwer für uns noch eine vernünftige Datenaufnahme durchzuführen.
Das Wetter wird momentan besser, trotzdem ist es noch sehr windig. Wir fühlen uns nach 2 bis 3 Tauchgängen am Tag doch sehr nach einer heissen Schokolade oder einem leckeren Glühwein J Es ist nicht ratsam momentan mit weniger als 5mm Neopren ins Wasser zu gehen. Nachttauchgänge werden zu dieser Jahreszeit auch immer seltener, jedoch können wir es kaum erwarten mit den UV-Lampen ins Wasser zu gehen und den Fluoreszenz-Nachttauchgang erleben zu dürfen!!!

 

Hippocampus jayakari

Exallias brevis

Octopus cyaneus

Exallias brevis

Fluoreszenz

   
   

Dahab Reef Monitoring 2011 - Ein Sommer am RSEC in Dahab

Die Erfahrung ein Korallenriff zu betauchen ist atemraubend , dass wird jeder Taucher bestätigen können, der dies einmal erlebt hat. Die Erfahrung diesen Lebensraum genau zu erkunden, mit ihm zu arbeiten und ihn über einen längeren Zeitraum beobachte zu können ist einmalig. Diese Möglichkeit hat uns das Dahab Reef Monitioring 2011 des „Red Sea Environmental Centers“ gegeben. Insgesamt 13 Volontäre aus Griechenland, Österreich, Deutschland und den Niederlanden haben an diesem Projekt teilgenommen und konnten Dahab’s Unterwasserwelt unter Anleitung von Nina Milton studieren.
Auch wenn die Mehrheit von uns Biologie studiert, hatte sich noch keiner intensiv mit dem Ökosystem der Korallenriffe auseinandergesetzt und auch an Artenkenntnis hat es gemangelt. Aus diesem Grund benötigten wir erst einmal eine einwöchige Einführung,  in der wir die für die Surveys wichtigen Indikatorarten kennenlernten. Zu den vier Kategorien Fische, Invertebraten, Substrat und Schädigung der Korallen mussten wir je eine Prüfung ablegen, um die Surveys durchzuführen und die Daten später an „Reef Check“ vermitteln zu können. Das theoretische Wissen war eine Hürde. Die andere war es uns alle auf ein Tauchniveau zu bringen, das es uns erlaubt den empfindlichen Korallen so nahe zu kommen, um die Surveys durchzuführen. Von daher absolvierten wir einige Tarierübungen mit Abby, die uns während des ganzen Projektes als „Divemaster“ und fachlich zur Seite stand. Auch das Schreiben unter Wasser und der Verlauf einer Survey mussten erprobt und routiniert werden. Da unsere Tauchausbildung vom „Open Water“ Taucher, mit 3 geloggten Tauchgängen (die vor ungefähr 10 Jahren stattgefunden haben), bis zum „Divemaster“ mit Berufserfahrung und über 200 Tauchgängen reichte, hat es mal mehr mal weniger lang gedauert, bis die Tarierung stimmte. Dies stellte jedoch kein Hindernis dar.
Nach einer Weile hatte sich Routine eingestellt. Wir planten die Surveys selbst und sammelten fast jeden Tag Daten. Das tägliche Tauchen wirkte sich auch auf jedermanns Tauchfähigkeiten positiv aus. Das Arbeiten haben wir als entspannt empfunden. Die Zeit zwischen zwei Tauchgängen verbrachten wir in gemütlichen Beduinenrestaurants. Die Boottrips nach Gabr-el-Bint empfanden wohl die meisten als besonders schön, bis auf wenige, die mit dem Seegang zu kämpfen hatten.
Natürlich bestand unsere Zeit in Dahab nicht nur aus Arbeiten und Tauchen. Ausflüge in die Wüste, auf den Mosesberg und in das Nachtleben wurden ebenfalls unternommen. So haben wir es uns zur Regel gemacht Dienstag in der Tree Bar zu feiern. Schade nur, dass unser freier Tag meistens Sonntag und nie Mittwoch war. Besonders einprägsam war der Ausflug in den Nationalpark Nabq. Dort konnten wir in den Mangroven schnorcheln und viele Jugendstadien von Riffbewohnern beobachten. Auch Nabqs Vogelwelt ist interessant, mit mehreren Brutpaaren an Fischadlern, Seidenreiher, Küstenreihern und Wüstenregenpfeifern. Chris konnte uns einige interessante Dinge zu den einzelnen Ökosystemen des Nationalparks erzählen.
Mit Nabq endete das Programm auch fast. Es folgte noch ein Abschiedsabend, an dem wir unsere Ergebnisse präsentierten und unser Eco-Diver Zeugnis erhielten. Nach 6 Wochen verabschiedete sich der Großteil von uns. Das Haus der Volontäre ist seltsam ruhig geworden. Wahrscheinlich wird jeder die Zeit hier in Dahab vermissen. Die Erfahrungen und Erlebnisse die wir hier gemacht haben werden uns noch lang begleiten und positiv in Erinnerung bleiben.

 

DRM2011

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Dahab Reef Monitoring 2011 - Wochenbericht 6

Die letzte Woche des Programms ist abgelaufen und ein Großteil von uns ist zurück ins herbstliche Deutschland um sich die Zeit in Hörsälen zu vertreiben. Nur noch wenige Surveys mussten abgeschlossen werden. Unter anderen in Gabr-el-Bint, was bedeutet, dass wir unseren zweiten Bootsausflug gemacht haben. Immer noch zählen die meisten von uns Gabr-el-Bint zu einem der schönsten Tauchplätze in der Umgebung von Dahab.  Das enge Miteinander von sandiger Lagune, Steilwand und Riff bietet zum einen mehr Abwechslung und zum anderen ist dieser Platz weniger betaucht.
Highlight dieser Woche war wohl ohne Zweifel der Fluoreszenz-Nightdive. Ausgerüstet mit Lichtfilter-Brille und Blaulichtlampe sind wir mit Abby durch Bannerfish-Bay getaucht. Das Erlebnis war einmalig.
Auch den Ausflug nach Nabq haben wir in der letzten woche gemacht. Chris hat uns einen Einblick in die verschiedenen Lebensräume des Nationalparks gegeben. Der Großteil der Truppe hat die meiste Zeit schnorchelnd in den Mangroven verbracht, was angesichts der Hitze auch verständlich war.
Die letzten Tage waren aber auch ein wenig stressiger, da noch alle Transekt-Bilder und aufgenommene Daten ausgewertet werden mussten, was bis dahin eher schleppend vorangegangen ist.  Bis zu unseren Präsentationen über unsere aufgenommenen Daten am Abschiedsabend ist aber der Großteil der Arbeit beendet wurden. Die Präsentationen wurden in gemütlicher Runde auf der Dachterasse der Sinai Divers Backpackers gehalten. Am Ende des Abend hat noch jeder eine Eco-Diver Urkunde erhalten. Zum Abschluss musste natürlich noch ein Dienstag Abend in der Tree-Bar verbracht werden. In den nächsten zwei Tagen haben sich die ersten Volontäre verabschiedet. Clarissa und Diana haben uns als erste Richtung Kairo verlassen, gefolgt von Luisa, Nele und Joschka. Beim Abschied hatten wohl alle ein mulmiges Gefühl, was nach sechs Wochen des Zusammenlebens verständlich ist.
Ich glaube ich spreche für alle, wenn ich sage, dass uns die Zeit hier in Dahab viele unvergessliche Momente beschert hat  und das jeder die Zeit und die Menschen hier vermissen wird.
Vielleicht trifft der Spruch „Einmal Dahab, immer Dahab“ ja auch für uns zu. Ich hoffe es.

Text: Alisa Kutzer

 

DRM2011

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Dahab Reef Monitoring 2011 - Wochenbericht 4 & 5

Obwohl noch immer 2 Wochen vor uns lagen wurde uns allen schon zu Beginn der Woche ins Bewusstsein gerufen, dass es mit all zu schnellen Schritten dem Ende entgegen geht. Die Anzahl an übrigen Survey-Tauchgängen war nicht bei jedem gleich und so bedurfte es einiger Organisationskunst die noch ausstehenden Tauchgänge und Office Tage so zu planen, dass alles glatt läuft. Aber es gibt ja, gerade in Dahab, auch genug Arbeit außerhalb des Wassers zu verrichten. Ganz unter dem Motto: „Haltet Dahabs Strände sauber!“ folgten wir vergangenen Samstag dem Aufruf zum  „international Clean Up Day“. Nachdem die ansässigen Tauchbasen von der geplanten Aktion informiert und um Mithilfe gebeten wurden trafen wir uns am späten Nachmittag um die Strände Dahabs vom Müll zu befreien. Aufgeteilt in 2 Teams und bewaffnet mit Müllsäcken, Handschuhen und Tatendrang zogen wir los. Team 1 nahm sich die Strände beim Lighthouse vor, während das andere Team den Strand bei Mashraba und der Brücke säuberte. Zwar fiel die Unterstützung der Einheimischen und Touristen geringer aus als erhofft, einige entschlossen sich aber trotzdem spontan  uns zu helfen. Alles in allem ein gelungener Clean up der aber zugegebener Maßen nur einen Tropfen auf den  heißen Stein darstellte. Es bedarf wohl noch einiger Aufklärungsarbeit um das Bewusstsein der Bevölkerung für den Schutz ihrer Strände und Meere zu fördern. Natürlich wurden auch in Woche 5 einige Surveys durchgeführt, wobei sich vor allem auf eines alle freuten. Am Freitag war es schließlich so weit – tauchen am Blue Hole. Obwohl ein Surveytauchgang natürlich nicht mit einem Fundive zu vergleichen ist genossen wir es dennoch auf dem Weg zum Transect an den steil abfallenden Wänden des Blue Hole entlang zu tauchen. Auch diese Woche hatten wir an unserem freien Tag wieder die Gelegenheit mehr als nur die Unterwasserwelt Ägyptens kennenzulernen. Zu fünft machten wir uns spät abends auf den Weg zum Mount Sinai, auf dem Moses die Zehn Gebote erhalten haben soll. Nach einer Autofahrt die etwas mehr als 2 Stunden gedauert hat und einem Aufstieg zusammen mit gefühlten weiteren 1000 Leuten konnten wir den Sonnenaufgang am Gipfel bewundern. Ein außergewöhnliches Erlebnis welches, wie zu erwarten war, vom Ansturm der Massen nur etwas geschmälert wurde. Nach dem Abstieg konnten wir dann noch das Katharinenkloster besichtigen an dessen Standort sich der brennende Dornbusch befunden haben soll.
Die Aufgaben der nächsten und damit auch letzten Woche werden darin bestehen die restlichen Surveys durchzuführen und die nötige Arbeit im Office zu erledigen. Aber auch auf einen weiteren Bootstrip und einen Ausflug zu den Mangroven in Nabq dürfen wir uns freuen.

Text: Simon Lehner

 

DRM2011

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Abenteuer Korallenriff 15.-29.9.2011 - Teilnehmerbericht von Johanna Fischer

Es liegen gerade 2 spannende Wochen Meeresbiologie hinter uns. Chris hatte nicht zuviel versprochen, weil das "Abenteuer Korallenriff"
wurde mit der Zeit immer vielfältiger. Bei den ersten Tauchgängen stach noch die Farbenpracht der Fische heraus. Vor und nach den Tauchgängen wurden Themen wie Fischgattungen, Korallenarten, Seegraswiesen, Weichtiere und Fischverhalten besprochen. Somit konnten wir bereits nach wenigen Tagen die verschiedenen Gattungen der Fische und Korallen zumindest grob einteilen und bestimmen. Bereits nach einer Woche kannte man die üblichen Fisch- und Korallenvertreter im Meer und erfreute sich über neu erkannte Arten.
Bei Beobachtungstauchgängen untersuchten wir die Putzerfische und Nemos im Heimriff ein bißchen genauer und machten Beobachtungen zu ihrem starken Territorialverhalten gegenüber uns ungebetenen Gästen oder anderen Fischarten. Begegnungen mit grünen Meeresschildkröten, kleinen Rochen, Kraken und bunt leuchtenden Quallen waren einige Highlights. Das Aufpassen in den Vorlesungen zahlte sich gleich für den nächsten Tauchgang aus. Je mehr man sich die unterschiedlichen Arten einprägen konnte, desto mehr fielen einem die vielen verschiedenen Korallenformen und Fische auf.
Ein weiteres absolutes Highlight war der Fluoreszenznachttauchgang:
Mit Blaulicht-Lampen ausgestattet und Filtern über der Taucherbrille machten wir uns auf um fluoreszierende Organismen zu bewundern. Und tatsächlich konnten wir das Green fluorescent protein in Himmelsguckern, Haubensepien oder Sandrosen betrachten.
Eines steht für mich jedenfalls nach diesem Kurs fest: Das Leben in all seiner Schönheit entstand im Meer.

 

 

 

Abenteuer Korallenriff

Abenteuer Korallenriff

   
   

Exkursionsgruppe der Uni Bonn

zu Besuch am RSEC in Dahab (1.-15.9.2011)

  Uni Bonn
   
   

INTERNATIONAL CLEAN-UP DAY 2011 - BERICHT:

Im Zuge des internationalen Clean-Up Days sind wir am 17.09.2011 mit Müllsäcken und Handschuhen bewaffnet losgezogen, um Dahab’s Strände wieder auf Vordermann zu bringen. Im Vorfeld haben wir auch die hier ansässigen Tauchbasen vom Sinn und Zweck eines solchen Clean-Ups informiert und darauf hingewiesen, dass ein sauberer Strand in jedermanns Interesse ist. Da wir auf überwiegend positive Resonanz gestoßen sind, erhofften wir uns Untersützung von ein paar Freiwillig. Umso enttäuschender war es jedoch, dass 17 Uhr zum vereinbarten Zeitpunkt nur Mitglieder des RSEC’s anwesend waren. Die Gruppe wurde zweigeteilt. Während Nina mit der einen Richtung Maschraba gegangen ist, ist Abby mit der anderen Gruppe Richtung Lighthouse gezogen. Was wir vorfanden war erschreckend. Auf ein Sandkorn kam ein Zigarettenstummel, gefolgt von Dosen, Plastikflaschen, Glasscherben und anderen unangenehmen Überraschungen. Glücklicherweise haben uns letztendlich doch noch ein paar Freiwillige unterstützt, die uns zufällig gesehen haben. Ein paar Touristen schienen auch ganz interessiert zu sein, gaben sich aber damit zufrieden uns bei der Arbeit zu beobachten. Bis zur Abenddämmerung, also ungefähr 1,5 Stunden haben wir gesammelt und am Ende einen beachtlichen Müllberg zusammengetragen. Nicht ganz zufriedenstellend, wenn man bedenkt wieviel mehr man mit etwas mehr Hilfe hätte zusammentragen können".

Text: RSEC-Volontäre

Fotos: Simon Lehner

 

DRM2011

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    INTERNATIONAL CLEAN-UP DAY:
There are many reasons why the ocean and marine life is important to human and the earth. It even does not matter where you live, along the shore or inland. Everybody is connected to the ocean. It is responsible for weather and climate and gives us the water to drink and the air to breathe. It allows us to drive a car, using an air conditioner and cook our meals, because continental shelves and ocean floors cover many important minerals like oil and natural gas. It plays an important role in our energy needs. 
The Ocean is a habitat for most animals and plants of the world. It forms many special living spaces, where individuals can be born, grow and live and where everything is totally different to our place. All marine life is fascinating in their own way for example the colourful fishes, the impressive sharks, the peaceful whales and the corals, which can be hard as stone as well as soft as cotton. 
But even the strongest creatures need to be protected. All over the world lots of trash is produced by humans. Tons of our trash goes directly into the sea. Fish, whales, corals, lobster, seabirds, sea turtles and millions of other creature are sickened, injured, poisoned or entangled because of all our trash and debris. They have to die a torturous death.
To help all sea creatures we want to be a part of the International Cleanup 2011. On the 17th of September lots of volunteers meet to remove trash and debris from the world’s beaches and waterways. 
We want to clean up the Lagoona area and we want you, your family, your friends, your neighbours and your colleagues to lend us a helping hand. 
Be a part of the International Cleanup Day and come at 5pm to Sinai Divers Backpackers or meet us at the Lagoona.
 

DRM2011

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Dahab Reef Monitoring 2011: Bericht über Woche 3
Surveys
Die dritte Projektwoche haben wir damit verbracht Surveys in Rick’s Reef, Lighthouse, Moray Garden und Abu Helal durchzuführen und dabei die Vielfalt der Unterwasserwelt zu genießen, mit erfreulichen Ergebnissen. Vor allem in Abu Helal herrschte eine atemberaubende Aussicht und es gab unglaublich viele Farmerfische.

Büroarbeit
Während der Surveys werden Bilder gemacht, die einen Überblick über die Transekte geben sollen. Diese Bilder müssen im Office vor allem farblich überarbeitet und in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Diese Arbeit hat uns viel Zeit gekostet, vor allem das Speichern!

Putztauchgang (Cleanup dive)  & geplante Strandputzaktion (Beach Cleanup)
Zwei Tage dieser Woche haben wir damit verbracht, unter Wasser Müll zu sammeln, um Tiere, vor allem Korallen, vor Verletzungen und Schaden zu bewahren. Diese Tauchgänge waren nicht nur gut für die Unterwasserwelt, sondern waren auch für uns eine großartige Erfahrung, denn in der Bucht sind wir einer riesigen Schildkröte begegnet! Als wir näher kamen, ließ sie sich nicht von unserer Gruppe bei ihrem Mittagessen stören, sodass Kathi wunderschöne Fotos machen konnte. Nach einigen Minuten schwebte die Schildkröte elegant davon. Wir verließen das Wasser mit vollen Mülltüten. Aber nicht nur die Unterwasserwelt leidet unter Verschmutzung, es ist ebenso wichtig, die Strände Dahabs zu reinigen. Deshalb haben wir, eine Strandputzaktion organisiert, zu der wir Touristen und Einheimische eingeladen haben. Das Ganze wird am 17. September stattfinden, wir schließen uns damit dem weltweiten „Cleanup day“ an.

Freizeitbeschäftigungen
An unserem freien Tag waren wir in zwei Gruppen unterwegs: Die Mehrheit ist zu einem Tauchgang zu den Islands gefahren und war überwältigt von den riesigen Porites Korallen. Ein kleinerer Teil von uns hat einen faszinierenden Ausflug in den Coloured Canyon gemacht, um den Teil Ägyptens kennen zu lernen, der sich über der Wasseroberfläche befindet. Aber nicht nur an unserem freien Tag haben wir gemeinsam etwas unternommen: Am Dienstag war unser gesamtes Team in der Tree Bar, um eine Abschiedsparty für unser griechisches Teammitglied Sophia zu feiern, die uns leider am Montag verlassen wird L
Insgesamt hatten wir also eine schöne und erfolgreiche Woche mit viel Sonnenschein!

 

 

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Dahab Reef Monitoring 2011 - Bericht 2.Woche

Nachdem die letzten Prüfungen geschrieben und die erworbenen Fertigkeiten beim callibration dive unter Beweis gestellt wurden, stand dem Beginn der surveys nichts mehr im Wege. Zu unserer Überaschung sollte das erste survey, dass auswertbare Daten hervorbringen sollte, vom Boot aus stattfinden.
So hatten wir vor wenigen Tagen unseren ersten Bootsausflug. Auf der Hin- und Rückfahrt genoßen wir die Sonne, den kühlen Wind und leckeres Essen und auf dem großen Sonnendeck des Bootes konnten wir unsere Hautfarbe, der der Ägypter anpassen. Wir fuhren nach Gabr el Bint, einer der schönsten Tauchorte in der Umgebung. Leider herrschte dort eine starke Strömung, die uns große Probleme bei der Durchführung unseres ersten surveys bereitete. Aber wir lernten schnell mit der Situation umzugehen und konnten unser erstes survey vervollständigen. Jedoch kam nicht jeder mit dem , eigentlich eher ruhigen, Seegang gleichermaßen gut zurecht und so musste manch Volontär festellen, was es heißt Seekrank zu sein und den Fischen eine ausgewogene Mahlzeit zu servieren. Alles in allem war der Ausflug trotzdem ein voller Erfolg und wir freuen uns schon auf unsere nächste Bootstour.
Die verschiedenen Aufgaben Unterwasser laufen von mal zu mal routinierter ab: Die Handgriffe sitzen, die head down Position ist perfektioniert, kein noch so kleiner Invertebrat entkommt dem geschulten Auge, der Schwebezustand kann schon im Schlaf hergestellt werden und alles in allem verkürtzt sich jedes survey von mal zu mal. Neben dem Ziel möglichst viele surveys durchzuführen, darf auch die Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit nicht zu kurz kommen, deshalb bleiben jeden Tag mindestens zwei Volontäre im office und versuchen Bilder zu formatieren, Berichte zu schreiben und Aktionen zum Naturschutz zu planen.
Nächste geplante Aktion: Underwater Clean Up

 

 

 


 

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Dahab Reef Monitoring 2011 - Lagebericht 1. Woche

Vom Flughafen wurden wir zu unserem Apartement in Dahab gebracht. Dort begrüßte uns unsere Projektleiterin Nina und brachte uns direkt zumTauchcenter, indem sich auch das RSEC Office befindet. Auf dem Weg vom Apartment zum Center konnten wir einen ersten Eindruck der Stadt Dahab gewinnen. Am nächsten Tag hatten wir schon unseren ersten Tauchgang des Monitoring Projects. Zunächst wurde einfach die Taucherfahrung der Volontäre von Nina begutachtet. Im Anschluss wurde sofort an unseren Tauchkünsten gearbeitet. Wir übten alle gemeinsam richtig zu tarieren und erlernten uns richtig Unterwasser zu bewegen. Ziel ist es die gesamte Zeit die geforderte "head-down"-Position zu halten und vor allem beim Schreiben ganz von selbst in einer optimalen Schwebeposition verharren zu können. Dadurch soll vermieden werden, dass wir während der Riffdokumentation an die Korallen stoßen. Schnell bemerkten wir, dass es ganz schön schwer ist, stets die Form des Riffes, die Position im Kartierungsgebiet und Tiefe und Luft im Auge zu behalten und dabei nach spezifischen Indikatoren zu suchen, sie zu zählen und diese Daten dann unter Zeitdruck unter Wasser auf dem Datierungsbogen zu vermerken und immer zu wissen, wo der Tauchbuddy ist. In den ersten Tagen war nachmittags und abends büffeln angesagt, um die gesuchten Arten dann auch möglichst schnell, denn Fische sind flott, zu bestimmen. Wir lernten Fische, Invertebraten, Korallen, Untergrund und Beschädigungen/Krankheiten korrekt zu erkennen und richtig zu bewerten. Zusätzlich wird parallel ein umfangreiches Repertoir an Unterwasserzeichensprache einstudiert um die Kommunikation auf ein Minimum an Zeit zu reduzieren. Das klingt in der Zusammenfassung jetzt sehr anstrengend und das ist es auch. Aber das Wetter, die Sonne, das Meer und die Tauchgänge machen auch die anstrengendste Zeit wundervoll und nach getaner Arbeit ist es fast wie Urlaub. Außerdem macht es echt Spaß, die Tauchfähigkeiten verbessern sich stetig, man lernt unheimlich viel über die Ökologie der Korallenriffe. 
Nicht zu verachten sind natürlich auch die wunderschönen Riffe, von deren Vielfalt und Schönheit man tagtäglich umgeben ist und die wir täglich bewundern können!

Trotz der umfangreichen Vorbereitung sind natürlich genug Möglichkeiten gegeben sich anderweitig zu beschäftigen. Ob Fundives, Schnorcheln, Kamel-/Quadausflüge in die Wüste, ein Besuch zu den Mangroven, Nationalparks oder anderen Sehenswürdigkeiten, wie den Moses‘ Berg sind jederzeit machbar und müssen lediglich mit der sehr netten Projektleitung zusammen koordiniert werden. Nach 10 Tagen intensivem Species Erkundungstraining wird es jetzt ernst für die Volontäre.

 

DRM2011

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Coral Project Dahab 2011 – 14.07.-11.08.2011 - 2. Lagebericht

Das angenehme am Wind in Ägypten ist, dass er gegen die Hitze hilft. Man kann wieder freier atmen, fester schlafen und sich in den Nachmittagsstunden sogar in die Sonne begeben ohne, wie ein Swimmingpool mit einem Loch in Größe eines Fußballtores, auszulaufen.
Der Nachteil am Wind in Dahab ist, dass man Survey-Tauchgänge so gut wie vergessen kann. Das Meer begrüßt einen morgens mit 1 Meter hohen Wellen, durch die sich der begeisterte Korallenforscher quälen darf. Nur um sich dann, mit dem Kopf immer zumindest zur Hälfte unter Wasser, die Flossen anzuziehen und salzwasserschluckend die Maske aufzusetzen.
Normalerweise kommt es bei einem Survey-Tauchgang darauf an, möglichst ruhig im Wasser zu sein um so nahe wie möglich an Korallen ran zu kommen. Aber beim derzeitigen Wetter kommt es darauf an, in 5 Meter Tiefe, nicht Seekrank zu werden und in 13 Meter Tiefe zumindest noch zu wissen, bei welcher Metermarkierung man aufgehört hat, wenn man während des Schreibens abgetrieben wird.
Das ist wohl auch der Hauptgrund, warum wir beschlossen haben unsere Survey-Aktivitäten auf das Machbare (15 Meter) zu reduzieren und stattdessen einen UW Clean-up gestartet haben. Mit immer größer werdenden Zweifel im Gesicht berichtet uns Nina jeden Morgen von ihrem frustrierenden „Windguru“ (Wetterseite) Studien, die auch für die nächsten Tage noch Windstärken, weit jenseits des für Forscher brauchbaren, anzeigen.
Wir hoffen alle darauf, dass sich der Wetterbericht hier genauso oft irrt wie in Europa, damit wir unsere Arbeit bald wieder vollständig aufnehmen können. Bis dahin machen wir das Meer rund um Dahab einfach so sauber das man sich in den Schuppen der Fische spiegeln kann.

Alles Gute, Eure Volontäre ;)

 

Coral Project Dahab

Black Band Disease

White Pox Disease

   
   

Coral Project Dahab 2011 – 14.07.-11.08.2011 - 1. Lagebericht
Hallo an alle, die zuhause vor den Rechnern sitzen, aus dem Fenster starren und trübes Wetter sehen.
Wir sind jetzt seit knapp 2 Wochen in Dahab um das Coral Projekt 2011 zu machen und haben mit Temperaturen um 40 Grad zu Kämpfen, auch der tägliche Sonnenschein ist nicht so einfach auszuhalten wenn man Deutsches, Österreichisches oder Schweizer Wetter gewohnt ist. ;)
Wir sind eine gut Gemischte Gruppe von sechs Leuten aus Deutschland, Österreich der Schweiz und Griechenland.
Das Projekt hat am 15.7 begonnen nachdem jeder von uns, nach kürzerer oder längerer Flugreise eingetroffen ist. Die ersten paar Tage haben wir dazu genutzt um zu trainieren wie man als „Forscher“ taucht. Es gibt nämlich doch einige Unterschiede ob man sich einfach nur treiben lässt und die Umgebung beobachtet, oder man einer Leine folgt die 20m entlang des Korallenriffs verläuft. Wir mussten also besondere Übungen machen um länger in einer Position zu bleiben ohne jede Koralle rund um uns zu zerstören. Das klappte bereits nach drei Tagen ausgesprochen gut, sodass wir dann tiefer in die Materie gehen konnten. Soll heißen, wir wurden mit Informationen zu Wachstumsformen von Korallen, Korallenkrankheiten und Coral Bleaching überflutet. Was in der Theorie durchaus schwer klingt ist unter Wasser dann aber eigentlich recht einfach. Man hat seinen abgesteckten Bereich den man entlang taucht und schreibt, je nachdem was man gerade untersucht, z.B. alle Krankheiten auf.
Es ist sehr interessant zu sehen wie das Zusammenspiel eines Korallenriffs funktioniert, wie viele Arten von einem Riff abhängig sind oder welchen Einfluss der Mensch auf das Riff hat.
 
Soweit zum ersten Überblick, wir melden uns wieder mit „Meer“ Informationen.

von Markus Dengg

Coral Project Dahab 2011

 

Coral Project Dahab 2011

Coral Project Dahab 2011

Coral Project Dahab 2011

 

 

 

   
   

Der Borstenzahn und unsere 4 Bachelor-Studentinnen aus Tübingen

Hi, wir heißen Sabrina, Anouk, Ana und Agnes und sind zwischen 20 und 23 Jahren alt. Wir studieren zusammen im 3. Jahr Biologie an der Uni Tübingen und sammeln hier in Dahab Daten für unsere jeweiligen Bachelorarbeiten. Das Thema dafür hat sich auf einer zweiwöchigen Uni-Exkursion  ans Rote Meer bei El Quseir ergeben. Dort haben wir ein kleines Forschungsprojekt über das Verhalten des Längsstreifen-Borstenzahndoktors (Ctenochaetus striatus) durchgeführt, bei dem wir herausfanden, dass dieser bestimmte Sandflächen als „Public toilets“ benutzt. Da er als Detritusfresser auf den Korallen vorhandenes Sediment aufnimmt, ist dieses Verhalten des Längsstreifen-Borstenzahndoktors ein wichtiger Faktor für den Sedimenttransport. Er säubert sozusagen das Riff vom Sediment und akkumuliert es an bestimmten Stellen.

 

Ana: Ich untersuche die Flächen, die diese Art als „Toiletten“ benutzt, auf verschiedene Habitateigenschaften. So kann ich möglicherweise bestimmte  Charakteristika finden, die für die Wahl ihrer „Toiletten“ bevorzugt werden.  Dies werde ich auch in Zusammenhang mit dem Substrat der jeweiligen Zone bringen da es auch „Toiletten“ gibt die sich nicht auf Sand befinden. Wie wir jetzt hier in Dahab  feststellten, kommt dies oft vor wenn beispielsweise im Habitat des Längsstreifen-Borstenzahndoktors kein Sand in der Nähe vorhanden ist.

 

Sabrina: In meiner Bachelorarbeit beschäftige ich mich mit der Frage, welchen möglichen Nutzen dieses besondere Verhalten für den Längsstreifen-Borstenzahndoktor mit sich bringt und ob es sich möglicherweise um eine Strategie handelt eine Infektion von Endoparasiten zu verhindern, indem sie „Toiletten“ weg von ihren Futterplätzen benutzen. Daher suche ich nach Endoparasiten und untersuche zusätzlich den Transport von Meso- und Mikrofaunengruppen von den Futterplätzen zu den „Toiletten“, was einen Eintrag an organischem Material bedeutet.

 

Agnes: Ich analysiere in meiner Bachelorarbeit die Effekte, die das Verhalten des Längsstreifen-Borstenzahndoktors auf die Meiofauna im Sediment hat. Da die Benutzung der Sandflächen als „Toiletten“ einen Input an organischem Material mit sich bringt, erwarte ich an diesen Stellen eine höhere Dichte und möglicherweise auch eine andere Zusammensetzung der Organismen, die im Sediment leben als an Stellen, die nicht als „Toiletten“ benutzt werden. Auch die Korngröße des Sandes, die einen wichtigen Umweltfaktor für die im Sediment lebende Fauna darstellt, werde ich zwischen „Toiletten“ und anderen Sandflächen vergleichen.

 

Anouk: Ich untersuche, ob dieses „hygienische“ Verhalten dem Längsstreifen-Borstenzahndoktor möglicherweise einen Vorteil in interspezifischen Interaktionen verschafft. Dazu betrachte ich das Verhalten des Arabischen Doktorfisches (Acanthurus sohal) gegenüber anderen Doktorfischen die in sein strikt verteidigtes Revier eindringen. Meine Erwartung ist, dass dieser weniger Aggression gegen den Längsstreifen-Borstenzahndoktor zeigt als gegenüber anderen Doktorfischarten, daer keinen Nahrungskonkurrenten für den herbivoren Arabischen Doktorfisch darstellt sondern im Gegenteil durch den Abtransport von Sediment das Algenwachstum ankurbeln könnte. Dafür quantifiziere ich zusätzlich durch Ausschlussexperimente auch den Einfluss des Längsstreifen-Borstenzahndoktors auf Sedimentmenge und Algenwachstum.

 

 

 

Ctenochaetus striatus

Ctenochaetus striatus

Sabrina Hug

Sabrina

Anouk Neuhaus

Anouk

Ana Rodriguez

Ana

    MBC2011  

Agnes Förster

Agnes

   
   

4. März: MBC-Projekt - Aufräumen unter und über Wasser

Heute hat das RSEC-Team, begleitet von einigen Freiwilligen im Gebiet des Masbat Bay (Bannerfish und Mashraba) eine Unterwasseraufräumaktion durchgeführt. Das empfindliche Ökosystem ist ständiger Belastung verschiedenster anthropogen bedingter Ursachen ausgesetzt, nicht nur die empfindlichen Korallenarten leiden darunter, die Seegraswiesen weisen enormen Algenbefall auf, einige Indikatoren sind seltener anzutreffen und größere Meerestiere wie Haie oder Schildkröten sind gar zur Rarität geworden.
Zur illegalen Netzfischerei und maroden Abwässersystemen kommt die zunehmende Umweltverschmutzung durch fahrlässig entsorgten Müll sowohl Einheimischer als auch Touristen. Das fehlende Bewusstsein für das Ökosystem stellt ein großes Problem in der lokalen Bevölkerung dar – so werden alte Fischernetze, Teppiche, Zigarettenstummel und jegliche Arten von Plastikabfall einfach im Meer entsorgt.
Die Folgen sind ersichtlich – Fische halten die teilweise giftigen Abfälle für Nahrung, wobei die Toxine in der Nahrungskette erhalten bleiben, alte Netze können zum Tod von den Meeresbewohnern führen und den Korallen wird das überlebensnotwendige Sonnenlicht durch Müllreste abgeschirmt.
Für diesen Tauchgang haben wir uns in Buddy-Teams aufgeteilt und jeweils Reissäcke gestellt bekommen, Scheren wurden ebenfalls mitgeführt um eventuell gesichtete Netze mit minimalem Schaden von den Korallen entfernen zu können.
Während des etwa 50-minütigen Tauchgangs, als wir uns von Bannerfish Bay nach Mashraba und zurück durchgearbeitet haben, fanden wir jede Menge Plastikflaschen und Glasflaschen, Dosen, Zigarettenverpackungen und unendlich viele Zigarettenstummel, sogar alte Teppiche und Kissen, die jedoch zu groß zum Mitnehmen waren, wurden gesichtet.
Alles in allem hat jeder Teilnehmer ein ordentliches Volumen zurückbringen können, viel mehr als man bei einem normalen Tauchgang unbewusst mitbekommen hätte, entsprechend war es schlussendlich ein gutes Gefühl, etwas getan zu haben für einen Ort, der auch in Zukunft seine Schönheit bewahren sollte.

 

 

 

MBC2011

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Reef Check Südsafari 11.-18. November 2010

Am 11. November war es endlich soweit. Auf der Ghazala Voyager fanden sich 8 begeisterte Taucher ein um an der ersten Reef Check Safari im südlichen Ägypten teilzunehmen. Nachdem es am ersten Tag eine Einführung in die Methode und gab und die verschiedenen Indikatoren vorgestellt wurden, wurde bei den folgenden Tauchgängen nach diesen Ausschau gehalten. Mit dem neuen Reef Check UW-Fieldguide ausgerüstet konnten die Fische wie auch Invertebraten und die verschiedenen Substratarten leicht identifiziert und die Surveys problemlos durchgeführt werden. Lediglich von einem vorbeiziehenden Manta und einer Schildkröte ließen wir uns kurzfristig von unserer Arbeit ablenken. Neben den Reef Check Tauchgängen standen täglich auch noch normale Tauchgänge auf dem Programm. Aber auch bei diesen Tauchgängen hielten wir nach „unseren“ Indikatoren Ausschau und suchten nach Korallenkrankheiten. Den kritischen Blicken entgingen auch die an einigen Tauchplätzen vorhandenen gebleichten Korallen nicht. Ein herzlicher Dank geht an Sinai Divers für die langjährige Unterstützung, unseren Guide Mohamed und die gesamte Crew der Ghazala Voyager sowie natürlich auch an alle Teilnehmer!

Text: Melanie Koch (unsere unerschütterliche Unterstützerin)

Fotos: Christian Alter (der Reef Check Wissenschaftler an Board)

 

 

 

RC Safari

RC Safari

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RC Safari
 
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Das RSEC vergrößert sich (neues Vereinshaus in Dahab)

Am Rand des Stadtteils Assalah haben wir ein neues Staff-Quartier eingerichtet. In ruhiger Lage, ein wenig abseits vom Promenadentrubel heißen wir jeden, der uns unterstützen will herzlich willkommen. Mit 5 kleinen Wohnungen für insgesamt 10 Leute kann das RSEC Dahab zukünftigen Volontären, Gästen, Bachelorstudenten und Diplomanden eine Unterkunft bieten. Die gemütlichen Appartements sind jeweils mit eigenem Kühlschrank ausgestattet und es gibt die Möglichkeit gemeinsam im Innenhof zu sitzen, zu frühstücken und/oder zu kochen.
Das erste Einweihungs-Barbecue fand auch schon statt. Im Haupthaus haben wir ein kleines Office eingerichtet, wo man arbeiten kann, falls sich in der Tauchbasis kein Platz bietet. Seit dem 24.11. ab genau 13 Uhr haben wir sogar Wireless, sodass sich unsere Bewohner im Internet auf den neuesten Stand setzen können.

 

 

 

Vereinshaus

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    Vereinshaus  
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    Vereinshaus  
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Masbat Bay Conservation - November 2010

Two weeks ago we started with the Masbat Bay Conservation Project. We arrived here by taxi in the new RSEC-headquarters-camp! Everything is nearly brand new. In the court we relax in the evening and we feel very cozy. During the first days ...we had some presentations about the method and aims of this project. And of course we had to learn all the fish indicators and different kinds of substrate. During several dives we had the possibility to practice a lot and even if we had some problems with our transect-line we managed some test-transects. Few days ago we had to demonstrate our ability to distinguish the different fish species and kinds of substrate. We are quite sure that we all passed the tests and hope that we can start with our surveys soon.
During the last dives we had a closer look at the algae and seagrass in the Bay. We took some photographs of different kinds of algae and seagrass so that we were able to determine them later in the office. The most common seagrass here in Masbat Bay is Halophila stipulacea and in-between we found some Thalassodendron ciliatum and Halophila decipiens.
Yesterday we started with the fish and substrate surveys. After some primarily problems we now manage to do three transects in one dive. And with some extra time and a closer look in every corner we also found some ghost pipehorses, double-ended pipefishes and two very good camouflaged little dragonfishes. (The devil is in detail!)
The Masbat Bay includes a large number of different habitats such as coral reefs, seagrass areas and sand/rubble areas. These areas are very important habitats for manifold life forms. Seagrass stabilize the sediments so that the local erosion in the bay is relatively stable and also leads to a rich infaunal community. The large seagrass areas establish a habitat which is completely different in ecological conditions compared to sandy soils. In the seagrass you can find a lot of biomass resulting from the habitat and hiding-places for many juvenile fishes. Special and not so common fishes are living in the Masbat Bay seagrass areas like the Jayakar’s seahorse, Hairy pygmy pipehorse, Robust ghost pipefish and the Tailspot goby. Furthermore seagrass meadows are among the most productive ecosystems of the oceans. The aim of monitoring the seagrass is to find possible (seasonal) changes in seagrass abundance and species composition.
Similar to the seagrass survey we analyze the long term and seasonal changes of the algae accretion. An increase in algae abundance may be an indicator of eutrophication caused by nutrient input or an indirect indicator for absence of herbivorous fish, which might be affected by overfishing in the local area.
Other threats are altering of coastline like building in the tidal zone, diving and snorkeling tourism. Therefore a long term study is necessary to assess the changes in habitats and marine life.

 

 

 

 

 

MBC2010 November

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Riffbiokurs der Schulklasse aus Wien, 24. – 29. September 2010 

Erster Tag: Große Aufregung herrschte bei uns am Morgen, bevor wir die Schulklasse trafen. Nach Tagen der Vorbereitung, wollten wir nun doch endlich wissen, wie die Jugendlichen so sind. Können sie alle schnorcheln? Haben sie Angst vor dem Wasser? Oder sind es Rabauken, die kaum zu bändigen sind?  Das waren die großen Fragen.
Unser Team, bestehend aus Miriam, einer Österreichischen Diplom-Biologin aus Dahab, die gerade an ihrer Doktorarbeit schreibt, Hendrik ein ehemaliger Lehrer und begeisterter und engagierter Taucher aus der Feldstation in Quesir, dem Diplomanden Timo, Experte für Vermetiden, den Voluntären Christina und Nicole und zu Guter letzt natürlich dem Boss Christian, war bereit.
Ausgerüstet mit selbst gebastelten Schreibtafeln, kleinen Riffführern und neuen Lieske-Riffführern wurde am Donnerstagmorgen auf das Erscheinen der Schulklasse gewartet.
Kurz nach 9, nicht ganz so pünktlich erschienen dann die ersten verschlafenen Gesichter. Während dem ersten Vortrag von Christian über gefährliche Meerestiere stellte sich heraus, dass die Schüler gut vorbereitet waren und schon einiges an Vorwissen mitbrachten. Danach hieß es Schnorcheln gehen am Steg und die Schüler waren kaum zu halten. War es doch ihr erstes Mal im Meer seit ihrer Ankunft in Ägypten. Zu unserer Freude stellte sich dann auch schnell heraus, dass alle Schüler wahre Schnorcheltalente waren und sich alle sehr wohl im Wasser fühlten. Natürlich waren alle unsere Befürchtungen umsonst, denn die Begeisterung und Motivation unter den Schülern war groß. Alles was von uns Betreuern erzählt wurde, wurde fix aufgenommen und schnell ging es weiter zur nächsten Neuheit.
2. Tag: Das Schnorcheln war nun geübt und am Samstag konnte man sich deshalb um so mehr mit den Aufgaben beschäftigen, die während dem Schnorcheln zu lösen waren. An diesem Tag war es für die meisten wohl am spannendsten, da das Thema die Knochenfische waren. Aufgabe für die Schüler war es unter anderem verschiedene Fischfamilien wie Doktor-, Falter-, und Papageienfische oder Riffbarsche zu finden und die verschiedenen Schwimmweisen (labriform und carangiform) der Fische genauer zu beobachten. Am Nachmittag galt das gleiche für die Familien der Kugel-, Drücker- und Skorpionsfische. Bei den Kugelfischartigen lies sich eine oszillierende Bewegung der Brustflossen erkennen, die Bauchflossen sind reduziert. Bei den Drückerfischen hingegen ließ sich eine undulierende, also eine wellenförmige Bewegung der Rücken- und Afterflosse beobachten. Zum krönenden Abschluss an diesem Tag gabs dann noch eine Riesen Muräne zu sehen und auch Schüler, die zunächst etwas unsicher waren, konnten dem Drang nicht widerstehen, mal näher hinzuschwimmen und sich das riesige Tier genauer anzusehen.
3. Tag: Das Programm für diesen erschien den meisten Schülern zunächst nicht sehr spannend. Denn es standen die vermeintlich unspektakulären Steinkorallen und Weichkorallen auf dem Programm. Doch die Vielfalt an Formen und Farben und verschiedenen Lebensweisen kann man dann doch mal genauer unter die Lupe nehmen – im wahrsten Sinne des Wortes! Am Nachmittag packte Christian seine meeresbiologische Sammlung an Korallenskeletten aus und mit Lupen konnten die Poren und Feinstrukturen genauer beobachtet werden.
Der Montag sollte ganz im Zeichen der Erholung stehen doch Volontäre wie Schüler machten sich auf um das Katharinen Kloster am Fuß des Berg Sinais zu besichtigen. Welches leider aufgrund eines orthodoxen Feiertags geschlossen war. Christina und Nicky schafften es jedoch trotzdem erfolgreich sich einen bösen Muskelkater zuzuziehen beim Abstieg vom 2285m hohen Berg.
4. Tag: Am vorletzten Tag galt es Muscheln, Schnecken Kopffüßern, Stachelhäutern und Krebstieren zu beobachten. Oktopus gabs glücklicherweise schon am Tag zuvor zu sehen aber wir fanden Kegelschnecken, Violette Korallenschnecken, Riesenmuscheln natürlich, Wurmschnecken, Spitzkreiselschnecken, verschiedene Seeigel, Gall-, Knall-, und Korallenkrebse und auch Seepocken. Das Highlight war aber für meisten die frei im Wasser schwebende Pyjama-Sternschnecke
5. und letzter Tag: Die 4 Kurstage vergingen wie im Flug und es hieß nun zum letzten Mal Schnorcheln gehen. Nachdem sich die Schüler in den ersten Tagen ein solides Grundwissen über die verschiedensten Tierstämme angeeignet hatten und schon richtig ordentliche Wasserratten geworden sind konnten sie sich am letzten Tag mit dem Verhalten von einigen Tieren beschäftigen. Die sozialen Strukturen der Fahnenbarsche in ihren Harems, das Verhalten von Anemonenfischen, die ihr Gelege bewachen oder auch die Putzerlippfische, die mit ihren auffälligen Tänzen anderen Fischen ihren Putzdienst anbieten konnten die Schüler studieren. Viel zu schnell ging der letzte Gang ins Wasser vorbei und die Schüler wurden zusehends nervöser, da der berüchtigte Abschlusstest anstand. 50 Fragen mussten zu den verschieden Präsentationen von Christian beantwortet werden. Doch natürlich haben alle Schüler bestanden und zum Abschluss gab es für jeden ein kleines Zertifikat und für unser Team einen dicken Applaus.
Es war eine schöne Aufbruchsstimmung, nachdem wir die Jugendlichen nun kennen lernen konnten und festgestellt haben, wie motiviert und lernfreudig alle bei der Sache waren und auch die Schüler waren mit ihren Betreuern wohl recht zufrieden gewesen.
Trotz allgemeiner Erschöpfung wurden viele Hände geschüttelt und ein gemeinsames Gruppenfoto bildete den Abschluss.

Schön wars auf jeden Fall! Wir freuen uns auf die nächste Schulklasse aus Wien! :-)

 

 

Wien

Wien

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Lagebericht Woche 7 - Das Ende in Sicht

Montag 13.09.2010
Nach dem schönen  Trip nach Ras Mohammed und Ras Umm Sid, war heute wieder ein Survey angesagt. Es ging in den Süden, wo am Vormittag das 5 m Transekt in Umm Sid gemacht wurde. Da aber die letzten Tage der Wind sehr stark war, wurde uns die Arbeit auf 5 m nicht gerade leicht gemacht. Der Wellengang hat alle Taucher arg durchgeschüttelt, weshalb dann beim Mittagessen beschlossen wurde, dass der 2. Survey in Southern Oasis abgeblasen wird. Stattdessen packten wir unsere Scheren und Müllbeutel ein um einen Clean-Up bei the Caves zu machen. An diesem Tauchplatz muss man bei einer Einbuchtung von einer rutschigen (Algen), steilen Kante ins Wasser springen,  weshalb das wieder rauskommen schwierig ist. Unter Wasser wurde uns schnell klar dass man hier öfter mal einen Clean-Up machen sollte, denn auf 20 m war ein großer Korallenblock an dem unzählige Meter Angelschnüre hingen. Wir schauten uns noch die wunderschönen Höhlen an,  an deren Decken Schwämme und Schwarzkorallen wuchsen.

Dienstag 14.09.2010
Diesmal wollte Chris noch das 10 m Transekt  in Abu Helal machen…aber so wie in den letzten Tagen üblich war der Wind zu stark und die Wellen somit hoch.  Da der Ein- und Ausstieg bei starkem Wellengang fast lebensgefährlich für Tauchen, aber vor allem für die Korallen die am Einstieg wachsen, ist. Nach kurzer Beratung ging es zum Blue Hole…Fun Dive… Jipieeee. Am Sattel zum Blue Hole entdeckte Christian noch ein paar von der Dornenkrone angefressene Korallen und signalisierte uns, dass wir den Seestern suchen sollten.
Am Abend war dann noch große Abschiedsparty, mit Vorstellung der im Projekt erfassten Daten, Urkunden-Verteilung für die Teilnahme am Reef Check und mit anschließender Dach-Party mit DJ Henni. Dieser fröhliche Abschied mit Bier und Knabberzeug zog sich noch bis weit in die Nacht.

Mittwoch 15.09.2010
Am für die meisten letzten Tag mussten wir erst ab 11 Uhr im Office sein, weshalb wir kollektiv zum Frühstücken ins Yalla gingen.  Es wurden noch die aufgenommen Daten auf Richtigkeit überprüft, die Sachen gepackt und sich abends noch groß verabschiedet.

Donnerstag 16.09.2010
Offizielles Ende des Dahab Reef Monitoring & Reef Conservation Projects.
Der Großteil der Volontäre reiste im Laufe des Tages ab, während ein kleiner Teil von 4 Leuten mit Nina, Lydia und Steffi mit dem Boot nach Gabr el Bint fuhren. Neben den 7 Personen vom RSEC waren nur noch 2 Leute vom Hilton mit Tauchguide mit an Board, was es zu einer gemütlichen kleinen Runde machte.


Bye Bye und Auf Wiedersehen bis zum nächsten Jahr.

Text: Christina Hörterer

Fotos: Christian Alter & Volontäre

 

DRM2010

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Lagebericht, 6. Woche - Die letzten Tage DRM 2010 (Autor: Sahil Puri)

Sonntag 5.9.2010
An diesem Tag war “Thistlegorm” angesagt. Die Thistlegorm, ein englischer Frachter der Alliierten, wurde 1941 von einem deutschen Bomber am Eingang des Golf von Suez versenkt. Der berühmte Jacques Cousteau hat sie für uns wieder entdeckt und nun durften wir dieses weltberühmte Wrack auf 30m selbst erkunden. Zu sehen gab es nebst Motorräder und Gummistiefel jede Menge Kriegsmaterial wie Luftabwehrkanonen und Bomben. Stolze 2 Tauchgänge waren für das Wrack geplant. Einmal außen herum und beim zweiten Mal mit UW-Lampen hinein in den Laderaum. Begleitet wurden wir von vielen neugierigen Soldatenfischen, die uns in den dunkeln Räumen mit ihren großen Augen anstarrten. Der dritte Tauchgang war bei Shark –und Yolanda Reef (Ras Mohamed Nationalpark). Das Yolanda Wrack war unterdessen auf 600m, hat jedoch ihre Ladung vollgepackt mit Toiletten auf dem Riffgrund verteilt. Interessant waren nebst den Toiletten jedoch 3 Napoleon, 2 Steinfische, 2 Krokodilfische, 9 Muränen und zwei scheue Blaupunktrochen im Sand. Als wir am Abend retournierten, durften wir den neuangekommenen Diplomstudenten Timo begrüßen, der hier etwas mehr über die Ökologie der Wurmschnecken  (Vermetidae) erfahren möchte.

Montag 6.9.2010
Heute haben wir mit Amr, einem Tourguide der uns bei einem Beach-clean-up mitgeholfen hat, die Coloured und White Canyons besucht, die etwas nördlich von Dahab neben Nuweiba liegen. Mit auf der Tour war ein netter Iraner mit schwedischem Pass, mit dem man am Abend eine gemütliche Runde Back Gammon spielen konnte, um den wunderschönen Tag etwas ausklingen zu lassen. Zwei der schweizerischen RSEC-Division mussten mit Ohrenentzündungen, Erkältung und Nebenhöhlenproblemen für mehrere Tage aufs Tauchen verzichten und sich mit Antibiotika begnügen.

Dienstag 7.9.2010
Der Survey war heute bei den Islands North auf 15m Tiefe angesetzt. Es gab erneut starke Strömung und so mussten wir ja genug Luft einplanen für den Rückweg. Während des Surveys wurden wir plötzlich von einer ziemlich großen Schildkröte besucht und konnten ihr aus kurzer Distanz beim Fressen zusehen. Außerdem gab es wieder Neues zu lernen; Bei einer vermuteten “blackband disease” (Korallenkrankheit die wie schwarze Bänder aussehen) handelte es sich trotz optischer Bestätigung lediglich um eine Kampfzone zwischen Polypen verschiedener Arten (Inkrustierende und Porites). Zurück an Land wurden die letzten ID-Tests für zwei neue Volontäre durchgeführt, welche erst vor kurzem zum Team gestoßen sind. Test erfolgreich abgeschlossen! Bravo Steffi und Nicole! Am Abend fand noch ein spannender Fluoreszenztauchgang statt inklusive Steinfisch und Feuerwurm!

Mittwoch 8.9.2010
Dieser Tag wurde wieder einmal mehr oder weniger in trockenem Ambiente im Buero verbracht. “Office-day” war angesagt. Mit Putzmittel, Kuebel und improvisierten Putzinstrumenten wurde wieder einmal Hochglanz in die Bude gebracht. Nachdem der Boden nass aufgenommen wurde konnte man auch schon bald wieder an den Transekten im Photoshop arbeiten, weil das Klima hier sehr schnell trocknet. Parallel zum ganzen Prozedere war die zweite Gruppe unterwegs zum Nabq Nationalpark, um die Mangroven und Halophyten zu bewundern. Währenddessen erhielt Christian (the Boss) einen Anruf aus Australien bezüglich unserer Rettungsaktion der kleinen Schildkröte Nessaja. Es war ein altbekannter Aktivist aus Australien, der jahrelang hier in Dahab gelebt hatte. Er hatte sich die Bilder und wissenschaftlichen Analysen noch einmal unter den Nagel gerissen und festgestellt, dass die ganze Sache einen Haken hatte. Zusammen mit seiner Hilfe und dem nochmaligen Durchzählen der Kopfplatten konnten wir uns nun definitiv vergewissern, dass es sich nicht um eine “Hawksbill”, sondern um eine “Loggerhead” Schildkröte handelte. 

Donnerstag 9.9.2010
Clean-up day...aaand action! Das Clean-up Banner wurde auf der Terrasse aufgehängt und die Materialien bereitgestellt. Beim letzten beach clean-up wurden uns von einem Mitarbeiter des “Lazy Camel Restaurant” in der Nähe des Eel Garden zwei Toyota Pickup’s versprochen, doch wie bekanntlich so manch perfekter Plan auch sein mag, die Jeeps wurden unwissentlich schon woanders bestellt. “No problem, next time”, sagten wir uns. Auch haben uns die Leute des SevenHeaven Dive Centers das letzte Mal “free dives” zugesprochen, während sie jubelten, applaudierten und uns für unsere tolle Arbeit würdigten. Leider auch noch nicht eingelöst, zu viel Arbeit innerhalb des Reef Conservation Projects. Der Tag vollzog sich mit einem Unterwasser clean-up beim Bannerfish Bay und einer weiteren Aktion. In Bannerfish Bay gab es einst eine wunderschöne und imposante Blasenkoralle, die jedoch seit kurzem fragmentiert auf dem Boden liegt. Unsere Aufgabe war es, die immer noch lebenden Korallenfragmente zu retten. Mit einem 5er Team haben wir sorgfältig Stück für Stück wieder zusammen gesetzt. Ziel war es, die Kolonie so zu fixieren, wie sie vorher gewachsen war, so dass die noch lebenden Polypen frei stehen und nicht mehr im Sand liegen, was ihr schnelles absterben zufolge gehabt hätte. Die Operation wurde erfolgreich abgeschlossen und dokumentiert. Abends gab es zum Abschluss dann noch einen Clean-up am Strand von Assalah, bevor wir erschöpft aber doch zufrieden zum Abendessen aufbrachen, während im Hintergrund die Fastenzeit Ramadan allmählich zu Ende ging.

                        
Freitag 10.9.2010
Survey in Abu Hilal war angesagt. Ein Tauchplatz, der uns allen (fast allen) neu war. Abu Hilal befindet sich im Norden von Dahab, bevor man zum Canyon Tauchplatz kommt. Der Wellengang war äußerst ausgeprägt an diesem Morgen. Leider hatte die Prognose des “windgurus” wieder einmal fehlgeschlagen. Auch hatte der Autor dieses Artikels Pech an diesem Tag. O-Ring geplatzt, Ersatz Material defekt und somit war der Tauchgang gestrichen. Am Strand gab es jedoch genug Arbeit. Mit Handschuhen und Müllsack ging der Autor dem Strand entlang, während die Restlichen im kühlen Wasser ein Survey machen durften. Wenigstens lieferten die Strandfunde, ein getrockneter Blaupunkt-Rochen und eine kleine Muräne, etwas Gesellschaft. Am selben Tag kam Nina (the other Boss) zurück nach einem “fieldtrip” in El-Quesir. Berichtet hat sie von einem Bottlenose Delphin, der 30cm vor ihrer Nase durchschwamm.  

Samstag 11.9.2010
Day off

Sonntag 12.9.2010
Nach einem guten Tag Erholung war der lang ersehnte Trip nach Ras Mohamed an der Reihe. 2 Tauchgänge waren geplant beim Shark-&Yolanda Reef und einen bei Ras Ghozlani. Nach dem ersten Tauchgang mussten wir etwas umdisponieren wegen einigen Komplikationen mit den Tanks und haben schlussendlich dann Ras Umm Sid anstelle des Ras Ghozlani Tauchplatzes gemacht. Als wir in Ras Umm Sid angekommen waren, durften wir mit Schrecken beobachten, wie Schnorchler vor den Hotels in Sharm el Sheikh auf den Riffdächern der eigenen Hausriffe rumtrampelten. Nach einigen Bitten an die Gäste, sie sollen dies doch unterlassen, konnten wir dann noch den letzten Tauchgang in Angriff nehmen.

 

 

 

DRM2010

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Meeresschutz geht uns alle etwas an: RSEC-Mitgliedschaften:
Verstärkung für unser Team + neues Großprojekt geplant

Wir haben hier im Forum bereits berichtet: :arrow: viewtopic.php?f=6&et=4909 Der RSEC-Vorstand wird durch Helen Gerger um eine zuverlässige Unterstützerin verstärkt. Sie hilft uns bei der Organisation und bei der Betreuung der RSEC-Mitglieder.

Diese Hilfe ist auch dringend notwendig - und wir brauchen noch mehr tüchtige Unterstützer. Denn mit Jahresbeginn 2011 plant das RSEC in Kooperation mit mare-mundi , plastic planet und Sharkproject Austria ein großes Projekt zu einem Thema, das aktueller ist denn je: Plastik.

Perspektiven und Möglichkeiten zur Reduzierung der Kunststoffbelastung, Förderung von Alternativen und Wiederverwertung von Kunststoff in Ägypten: Rotes Meer und Mittelmeer

Der Eintrag von Kunststoff- bzw. Plastikabfällen in die natürliche Umwelt – das sind derzeit etwa geschätzte 100 Millionen Tonnen jährlich –, nicht zuletzt in das Meer, verursacht immer mehr sichtbare Probleme. Wovor Fachleute schon lange warnen, beginnt der breiteren Öffentlichkeit erst durch Medienprojekte wie “Plastic Planet“ http://www.plastic-planet.at/ langsam bewusst zu werden. Der Stoff, den wir in unvorstellbaren Mengen in die Umwelt setzen und den wir einst als Segen und Fortschritt gepriesen haben – etwa acht Prozent der weltweiten jährlichen Ölproduktion wird zu Plastik verarbeitet – , kommt mit seinen negativen Folgen wie ein Boomerang auf die Menschheit und die gesamte Umwelt und Natur zurück. Und trifft uns mit voller Wucht. Die Pflanzen- und Tierwelt kann mit diesem fremdartigen Stoff nichts anfangen. Immer häufiger bringt er ihnen den Tod – ob durch schleichende Vergiftung, die sich in jeder Zelle ihrer Körper durch die frei gewordenen Weichmacher ausbreitet, durch die Bedeckung von Riffabschnitten durch Folien, wodurch diese sterben, dadurch, dass Tiere Plastik verzehren und daran elendig zugrunde gehen oder schlicht durch Nylonschnüre und Netze, oft in wochen- oder monatelanger Todesqual. Zwischenzeitlich lebt auf der Erde kein Lebewesen – einschließlich uns, der fast sieben Milliarden Menschen –, das in seinem Körper nicht durch Rückstände aus Plastik belastet wäre.

Während der Arbeiten zur WDR-Dokumentation “Bedrohte Paradiese“, an denen das RSEC und mare-mundi beteiligt waren, aber auch bei all unseren Expeditionen weltweit, beobachten wir mit großer Sorge, wie der Müllberg wächst. Selbst die abgelegensten Strände sind verschmutzt, die einsamsten Inseln. Plastik treibt zunehmend im Meer – wobei jedes kleine Stück den Tod eines Meeresbewohners bedeuten kann. Wissenschaftler haben berechnet, dass im Meer bereits sechsmal soviel Plastik wie Plankton umhertreibt. Zwischen Hawai, Japan und Nordamerika treibt im offenen Meer des Pazifiks eine Müllfläche – überwiegend Plastik – so groß wie Mitteleuropa.

Die schockierende Belastung der Umwelt durch Plastik entlang der ägyptischen Rotmeerküste, die zunehmend den Tourismus beeinträchtigt und den Unmut der Besucher weckt, hat mehrere Ursachen: Es wird immer mehr Plastik verwendet, die Entsorgung der enormen Abfallmengen – man denke nur an die Millionen Touristen und die endlose Reihe von Hotels entlang der Küste – ist nicht gelöst, in der Bevölkerung fehlt das Bewusstsein für die dringende Notwendigkeit des Umweltschutzes und als meteorologischer Faktor kommt der konstante Nordwind hinzu. Er verteilt die Plastikabfälle von den Ballungszentren und den Müllablageplätzen ausgehend über die Landschaft und weht einen großen Teil ins Meer.

Jeder Taucher, Schnorchler und Liebhaber der Region kennt das Phänomen: Die Plastikflut hängt von Wind und Strömung ab.

Wir am RSEC und mare-mundi wollen etwas dagegen tun! Bitte unterstützen Sie uns dabei!

Es soll die Rotmeerküste und das Rote Meer (zuständig RSEC) und die Mittelmeerküste und das Mittelmeer (zuständig mare-mundi) untersucht werden – und damit beide Meere Ägyptens. Dadurch ergeben sich interessante Vergleichsmöglichkeiten.

Das Plastikprojekt soll zuerst für zwei Jahre (2011, 2012) in Form von einer (höchstens zwei) Dissertationen und mehreren Diplomarbeiten angelegt sein. Diese zwei Jahre und der dabei erstellte Bericht entsprechen einer Vorstudie oder Machbarkeitsstudie. Sollten die Ergebnisse zeigen, dass derzeit keine wesentliche Verbesserung der Situation möglich ist (z. B. fehlender politische Wille, keine Umsetzbarkeit), wäre das Ergebnis eine umfassende Studie, die den Istzustand der Plastikproblematik in Ägypten mit allen Details beschreibt.
Sollte jedoch das Ergebnis konkrete Möglichkeiten für Verbesserungen aufzeigen, dann wird es konkrete Folgeprojekte geben, die auch konkrete Verbesserungen der Situation nach sich ziehen sollen. Es ist selbstverständlich, dass ein derartiges Projekt von ausländischen NGOs nur mit Zustimmung, in enger Kooperation und mit Unterstützung der ägyptischen Behörden erfolgen kann.

Die Kandidaten müssen eine Heimatuniversität und einen offiziellen Betreuer haben.
Die Gesamtaufsicht sollte ein Dissertant übernehmen (Umwelttechnik bzw. Umwelttechnologie oder ähnliche Fachrichtungen). Da es sich um ein interdisziplinäres Projekt handelt, ist eine enge Kooperation mit mehreren Instituten und Labors erforderlich.

Mehr Details zum geplanten Projekt demnächst! Über konstruktive Anregungen und Vorschläge würde sich unsere Team freuen!

 

Helen

Helen

Plastik

Plastik

Plastik

Plastik

Plastik

Plastik

   
   

Bericht Clean Up in Dahab vom 02.09.2010

Die vielen freiwilligen Helfer, die gute Organisation, der einheitliche Look durch unsere frisch eingetroffene RSEC Uniform machten unseren letzten Beach Clean Up zu einem vollen Erfolg. Zusätzlich wurden wir von dem Manager des Ali Baba Restaurants unterstützt, der uns 100 Müllsäcke und rund 150 Flyer spendete.  Los ging es wieder um 4.30 p.m. vor dem Sinai Divers Backpackers. Mit den Mülltüten, Handschuhen, Trolleys und einer guten Portion Energie bewaffnet ging es an die Küstenabschnitte vom Lighthouse bis zum Eel Garden. Dort setzten sich die Kleingruppen in Bewegung und sammelten allen Müll, der sich dort angesammelt hatte auf, verstauten ihn in den Müllsäcken auf den Trolleys und fuhren ihn auf die Mülldeponie neben der Brücke. Mindestens zehn freiwillige Helfer unterstützen diese Arbeiten sehr engagiert, darunter waren Urlauber aber auch Mitarbeiter der örtlichen Restaurant- und Veranstalterszene (Felucca). Dadurch wurde es ermöglicht, dass wir innerhalb einer Stunde über 20 riesige Säcke mit Müll sammeln konnten. Dokumentiert wurde das Ganze von einem freien Journalisten, der die Aktion auf etlichen Fotos festhielt. Diesmal erhielt die Aktion mehr Aufmerksamkeit; viele Passanten zeigten Interesse an den weiteren Aktivitäten von RSEC.

 

Bericht: Hendrik Frey

Fotos: Christian Alter

 

 

Clean Up

Clean Up

   
   

Codename: Nessaja

Größe: 11cm x 9 cm x 5cm
Gewicht: Ungefähr 250 g
Alter: Etwa 1 Monat (Schätzung)
Herkunft: Unbekannt, bei Beduinenkindern gefunden, von M.(Codename: Mama Bär) gerettet
Artname: Caretta caretta - Unechte Karettschildkröte

Missionsziele: Das Zielobjekt wird gegen 7:30 in der Masbat Bay freigelassen, die Umgebung wird gesichert. Die Sicherheit des Zielobjekts ist während seines Versuches ins offene Meer zu schwimmen zu gewährleisten. Dauer des gesamten Einsatzes: ca. 30 minuten

Einsatzbericht:

Zwei Wochen zuvor ist Mama Bär einer Gruppe Beduinenkinder welche mit einer kleinen Schildkröte (Codename: Nessaja) spielten begegnet. Trotz einiger Gegenwehr ist es M. gelungen, Nessaja aus den Händen des Feindes zu befreien und bei sich zu Hause zu verstecken. Nessaja hatte sich schon bald von seinen Verletzungen erholt, leider dauerte es fast 2 Wochen, bis M. mit dem RSEC Hauptquartier Verbindung aufnahm. Im Hauptquartier informierte Major Chris augenblicklich die gut trainierte V- Staffel, welche sich sofort an die Arbeit begab, Informationen sammelte und die riskante Operation mit dem Einsatznamen „Freilassung Nessajas“ plante. Nach stundenlangem Recherchieren und hitzigen Diskussionen gelang es dem Team schließlich sich auf einen Schlachtplan zu verständigen. Eine kleine Gruppe aus Freiwilligen unter Führung von Major Chris sollte Nessaja im Morgengrauen in der Masbat Bay aussetzen und beschützen, während sie sich den weg ins offene Meer bahnt.
Dank der herausragenden Arbeit des V- Teams und der meisterlichen Planung durch das RSEC Kommandozentrum war die Operation schließlich ein voller Erfolg und Nessaja gelang es in die Freiheit des offenen roten Meeres zu schwimmen.
Das Schicksal von Nessaja hat eine Sache deutlich gemacht: Jedes Lebewesen hat seinen Platz- für die Schildkröten ist es das Meer- also denkt daran: MEERESSCHILDKRÖTEN GEHÖREN INS MEER- SIE SIND KEINE HAUSTIERE!!!

Bericht: Hendrik Frey

Fotos: Christian Alter

 

Baby turtle

Baby turtle

Baby turtle

Baby turtle

   
   

Lagebericht, 5. Woche DRM2010

Die fünfte Woche in Dahab stand unter den Mottos Nervenkitzel in Tiran, Romantik pur bei unseren nächtlichen Ausflügen in die Wüste Sinais,Spaß in den Wellen vor Ras Abu Galum und natürlich die Surveys. So machten sich einige Mutige unserer Truppe auf in den Tiefen vor Tiran die Hammerhaie, die sich dort von Mai bis September aufhalten, zu suchen. Im Vorfeld bereitete es den anderen  ein großes Vergnügen alle Mythen, die sie bisher über die Begegnung von Hai und Taucher kannten, weiterzugeben, um damit die Spannung auf den bevorstehenden Trip zu steigern. So gab es wilde Geschichten von angriffslustigen Haien oder es wurde sich ausgemalt, wie man sich verhalten müsste, wenn ein Schwarm einen umkreist. Dass dies äußerst unwahrscheinlich ist und man froh sein kann, wenn man überhaupt eines Haies ansichtig wird, war aber fast jedem klar. Aber wir hatten tatsächlich Glück und einige von uns erspähten tatsächlich während des ersten Tauchgangs einen. Zwar gingen die meisten leer aus, aber das tat der Freude auch  keinen Abbruch, denn das Tauchen im Blauwasser bereitete ungeahnte Gaudi. So bekam man schnell das Gefühl von Fliegen und einige Tanzwütige gaben unter Wasser alles, gell Susi:-)))
Eine Stimmung ganz anderer Art erfasste die meisten während unserer Ausflüge in die Wüste.  Die mystische Atmosphäre während des Beduinendiners führte bei der Ankunft an dem Lagerplatz zu einer sehr seltenen, andächtigen Stille. Das flackernde Licht des Lagerfeuers, die sternenklare Nacht, der Duft des süßen Beduinentees und das leckere Essen gefielen uns allen sehr und ließen von einem Leben in der Wüste träumen.Einige zog es auf die Höhen eines an das Lager grenzenden Berges. Beim Abstieg bewies Martin viel Kreativität, denn die Flip-Flops entpuppten sich als geeignete Gleitbretter und so konnte der Hügel "besurft" werden. Auf der Suche nach dem Mars ging es ein weiteres Mal in die Wüste. So sollte er in dieser Nacht in der Nähe des Mondes erscheinen. Das angestrengte Starren in den schönen Sternenhimmel,an dem sich der Mars leider nicht zeigen wollte, führte zu Ermüdungserscheinungen, so dass nach etwa einer Stunde die Hälfte der Gruppe in einen tiefen Schlaf gefallen war.
Unsere dritte Bootsfaht führte uns - endlich - nach Ras Abu Galum, bekannt für die vielfältigen Korallenriffe, die in einer Steilwand verlaufen. Bevor wir deren Anblick aber genießen konnten, mussten wir erst die etwa zweistündige Bootsfahrt hinter uns bringen, die durch große Wellenkämme führte, die die Tour, vor allem am Bugspriet, zu einer feuchtfröhlichen Achterbahnfahrt machten. Etwas heikel gestaltete sich somit auch der erste Tauchgang, an dem zwei "Tauchbereite" fast von dem schlingernden Schiff geflogen wären. Die wirklich schöne Unterwasserwelt entschädigte dann aber für die Strapazen des Einstiegs.
Die surveys führten uns zu bekannten und neuen Tauchplätzen wie Um Sid, Moray Garden, den Canyon und Southern Oasis, wobei es fast immer ein kleines Highlight gab: Attacken von kleinen Putzerfischen, die nicht nur Mund und Ohren reinigen wollten, sondern sich auch in den Beinen der geplagten Tauchern festbissen, ein etwa ein Meter großer Barsch, dem wohl das Treiben unter Wasser nicht gefiel und der sein Missfallen zum Ausdruck brachte, indem er kräftig in die Transektleine biss und an ihr zerrte oder ein Oktopus, der sich unter einer Koralle versteckt hielt und glaubte, wir würden ihn nicht sehen.
Mögen noch viele dieser Erlebnisse auf uns warten!!!    
 
Text: Nina Liebrecht
Bilder: Christian Alter & Volunteers

 

Dinner

Abu Galum Trip

Abu Galum Trip

Sternenhimmel

Nina

   
   

Gewinn und Verlust im Hause RSEC (Lagebericht, 4. Woche DRM2010).

Bei der österreichischen Mannschaft heißt es 2:1 – Verena und Gerald, das Substrat-Wunderteam wird vom Neuankömmling Stefanie ersetzt, die aber bis zu einem ähnlichen Titel noch einige Prüfungen zu bestehen hat. Deutschland hat mit Nicole nun deutlich die zahlenmäßige Oberhand gewonnen, Rubina, unser Drupella-Ass, hat uns leider vorzeitig verlassen und damit die Lage der Schweiz dramatisch verschlechtert.

Und, last but not least, Dr. Moshira Hassan, die liebgewonnene deutsch/ägyptische Meeresbiologin… Moment, noch fehlen die Worte die ihre Abreise treffend beschreiben. Nachdem sie spontan die Betreuung der Voluntärfamilie übernommen hat weil Papa Christian nach Safaga mußte, hat sie in den vergangenen zwei Wochen mit Herz und Seele – und ihrem wissenschaftlich fundierten Wissen -  unsere Survey-Leistung verbessert. Fragen wurden Über- und Unterwasser ausführlichst diskutiert, Coralliophila trotz perfekter Tarnung ausfindig gemacht und Acanthaster-Fraßspuren erspäht.

 

Eine erlesene Anzahl Volontäre kam noch in den Genuss einer von Moshira geführten Tour nach Nabq. Auch auf dem Trockenen sind weder Moshiras noch unserem Interesse an den Wundern der Natur Grenzen gesetzt. So ließen wir uns über verschiedenartigste Pflanzen der Wüste belehren und erlebten einen einzigartigen Schnorchelgang in den Mangroven des Nationalparks.

Alles in allem wird uns ihr Enthusiasmus fehlen, von dem wir uns aber voll und ganz haben anstecken lassen. Wie auch die vielen Beduinen die uns bei den Clean Ups geholfen und beim gemeinsamen Tee trinken mit uns gelacht haben.

Trotz Abschiedstränen eine schöne Woche!!

 

Text: Sofia van Moorsel / Edith Heinrich

Fotos: Volontäre

 

 

Dr. Moshira Hassan

Good bye Moshira

Dr. Moshira Hassan

Good bye Rubina

Gerald & Verena

Good bye Gerald & Verena

   
   
Nabq
 
Nabq
 
Nabq
   
   

Lagebericht, 3. Woche (DRM2010)

Strahlende Gesichter! In der dritten Woche laufen die Surveys beinah wie von selbst – nach der täglichen Einteilung der Indikatorgruppen und dem Buddy Check geht's in Windeseile ins Wasser, jeder weiß wo seine Flasche liegt und was Unterwasser zu tun ist. Die Daten werden innerhalb eines Tauchgangs vollständig aufgenommen und sind qualitativ absolut verwertbar. Grund genug für gute Laune!? Nicht ganz. Das Ende der intensiven Vortragsabende und das Lösen ungeklärter Fragen geben Zeit für Freiraum. Nightdives stehen bei den möglichen Aktivitäten ganz hoch im Kurs. Das Lighthouse, untertags leider von vielen Tauchhungrigen der Umgebung belagert, bietet bei Nacht ungeahnte Pracht. Die schöne spanische Tänzerin, das Wechselspiel der Färbung eines putzmunteren Oktopus, die leuchtend roten Augen die uns auf die vielen Garnelen und Krebse in den Korallenblöcken aufmerksam machen, Federsterne, wandernde Seeigel und viel mehr sind nur die tierischen Highlights der letzten Woche.

Die Ghazala VI – nein, nicht die Gazelle, sonst wären wir ja noch immer bei der Fauna und auch nicht die lokale Supermarktkette – das Boot der Sinai Divers Backpackers hat uns nun zwei Mal zum wohl schönsten Tauchplatz der Umgebung gebracht. Gabr El Bint, lange kein Geheimtipp mehr, und doch das am artenreichsten bewachsene und bevölkerte Riff das wir bisher betaucht und untersucht haben.  Abgesehen vom Unterwasserparadies heißts nicht zu unrecht, „eine Bootsfahrt die ist lustig, eine Bootsfahrt die ist schön". Sanftes Geschaukel, ein Nickerchen am Sonnendeck, sportliche Unterhaltung von den Auerbachgrazien und das leckere Mittagessen zwischen den Tauchgängen nicht zu vergessen.

Kulturinteressierte und Bergziegen sind am freien Tag dieser Woche zum nächsten Großereignis aufgebrochen. 3000 Stufen führten die Truppe auf über 2200m um den Sonnenaufgang am Mount Sinai zu erleben. Bei 12 Grad, in die wenigen dicken Kleider die wir im Gepäck haben gewickelt, vergessen auch die kleinsten, verschlafenen Augen die Strapazen des Aufstiegs. Das Katharinenkloster, der Dornenbusch und andere biblische Stätten haben auch über den Preis von 5 Pfund pro Gang zur Toilette hinweggetröstet.

Von stundenlangem Bilder bearbeiten, Transekt-Daten eingeben und analysieren, Bericht schreiben  das nächste Mal mehr.. dafür geht´s uns heute viel zu gut!!

 

Text: Edith Heinrich

Bilder: Nina Milton & Volunteers 

 

DRM2010

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Lagebericht der 2. Woche aus dem Coral Reef Monitoring Camp in Dahab

Genauso abenteuerlich wie die letzte Woche endete, begann die auch die zweite Woche beim Reef Conservation Projekt in Dahab. Fühlten wir uns nach den erfolgreich abgelegten theoretischen Prüfungen zu den Indikatoren Substrat, Fisch, Wirbellose und Korallenschäden fachlich etwas sicherer, lagen jetzt die Hürden der praktischen Umsetzung eines Surveys vor uns. 

Die Datenaufnahme unter Wasser sieht folgendermaßen aus:  Es werden Abschnitte –Transekte- festgelegt, die durch Transekt-Leinen markiert werden. In diesem Gebiet werden anschließend Substrat, Fische und wirbellose Tiere bestimmt sowie die Korallenschäden aufgenommen. Zwei Taucher sind für einen Bereich zuständig und dokumentieren ihre Beobachtungen auf Schreibtafeln. Diese Daten werden später eingegeben und zentral ausgewertet.

Wie man sich vorstellen kann, hielt der erste Survey für uns Anfänger einige Tücken bereit. So bestand eine große Schwierigkeit darin, bei der zwar geringen dennoch vorhandenen Strömung die Leinen so auszulegen, dass sie sich nicht an den Korallen oder etwa an den Zähnen eines allzu gierigen Papageienfisches verhakte. Auch mit der mit dem Kopf senkrecht nach unten stehenden Tauchposition haperte es bei einigen, die Wasser in den Regler bekamen oder knapp einer drohenden Riffkollision entkamen. Spaßig waren auch die Versuche, die verhedderten Leinen mit einer Hand – in der anderen befanden sich die Schreibtafeln – zu entwirren.  Alles in allem klappte unser erster survey dennoch unerwartet gut. So waren die Schreibtafeln nach dem Tauchgang zu unserem Erstaunen noch leserlich und das Riff überstand unseren Eingriff auch unbeschadet. Auch wir kamen ohne Blessuren davon. Ein wenig Herzrasen bekamen wir lediglich während der Rückfahrt auf den Ladeflächen der Pick-Ups, als unser Fahrer ein wenig Formel 1 spielte. Was hält wohl die nächste Woche für Überraschungen bereit.

Text: Nina Liebrecht

Fotos: Christian Alter

 

 

DRM2010

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Lagebericht der 1. Woche (30.-7.8.2010) direkt aus dem Coral Reef Monitoring Camp in Dahab, Ägypten
Allah Akbar...täglich ruft das Gebet im Hintergrund des touristischen Treibens rund um die Masbath Bucht hier in Dahab. Für uns europäische Volontäre ist es immer noch ein Rätsel, warum das antike Ägypten die Sonne verehrte. Täglich fühlen wir etwas Wind, wobei uns die durchschnittlichen 40 Grad eher beschäftigen. An einem Tag waren es gar 49 Grad im Schatten! Zum Glück ist dies nicht die Regel. In der Nacht wird es zum Teil wärmer als am Tag, weil es immer wieder Windausfälle gibt. In solchen Momenten hätte man gerne eine A/C im Zimmer. Nach den ersten zwei Tagen haben sich auch schon erste Magenbeschwerden bei einigen gemeldet. Der Salat und die Eiswürfel im Lemonjuice könnten hier heimtückisch gewirkt haben. Nun zum Tauchen und der Arbeit.
Die ersten Trainingstauchgänge mit und ohne Material wurden erfolgreich abgeschlossen. Im Vorfeld mussten jedoch zuerst auf dem Dach der Sinai Divers Station im RSEC Klassenzimmer die Fisch-, Invertebraten-, Substrat- und Korallen-ID’s erlernt werden. Denn das Ziel ist es in den kommenden Wochen, die Indikatorarten von den vielen anderen Organismen unter Wasser unterscheiden und bestimmen zu können. Bei der  Vielfalt im Roten Meer scheint dies eine schwieriges Unterfangen zu sein. Paradox ist jedoch, dass in den Auslagen der Restaurants mehr Indikatoren zu sehen sind, als wir sie täglich unter Wasser aufspüren. Um die Arten unterscheiden zu können, mussten wir uns für jede ein spezifisches Handzeichen einprägen, um die Kommunikation unter Wasser etwas zu erleichtern. Außerdem ist es notwendig, die englischen Bezeichnungen und zum Glück nur ein paar wenige lateinische Fachbegriffe zu üben. Wie erwähnt ist es bei der wunderschönen Unterwasserwelt hier eher schwierig all dieses erlernte “Überwasserwissen” auch unter Wasser richtig anzuwenden.
Ausgestattet wurden wir – alle 17 Volontäre – mit der RSEC-Uniform (T-shirts), mit der wir uns wie ein “geordneter” Fischschwarm  täglich zwischen den vielen Restaurants als “Coral Reef Army” hin und her bewegen. Ab und an tauchen wir in einen der zahlreichen Supermärkte ein, um den Geldbeutel etwas zu schonen. Und wie es hier so ist, schwanken die Preise täglich in extremen Ausmaßen (es kommt eben darauf an, ob man Tourist oder Ägypter ist). Nun müssen wir nur  noch die Prüfungen bestehen und dann geht es endlich los mit den offiziellen Surveys. Darauf freuen wir uns schon sehr, denn  uns alle verbindet dieselbe Leidenschaft und das eine große und ehrgeizige Ziel, dieses wertvolle und uns für den Erhalt dieses wunderschönen Ökosystems einzusetzen.

Text: Sahil Puri

Fotos: Christian Alter

 

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REEF CHECK Safari auf der Ghazala I von Sinai Divers 13.-20. Mai 2010

Schon zum 14. Mal fand die jährliche Reef Check Safari auf der Ghazala I der Sinai Divers statt. Dieses Jahr hatten wir die Ehre den Gründer von Reef Check, Dr. Gregor Hodgson, mit an Bord zu haben. Ebenfalls kam spontan noch Dr. Moshira Hassan, Reef Check Wissenschaftlerin und Koordinatorin für Ägypten.

Zunächst wurden allen Teilnehmern die Methoden von Reef Check näher gebracht, wie zum Beispiel die Transekt Methode und die unterschiedlichen Indikatoren (Fisch, Wirbellosen und Substrat). Nach einem Trockentraining wurden Surveys an ausgesuchten Tauchplätzen am Süd Sinai durchgeführt. Die aufgenommenen Daten sind wertvoll um den Gesundheitszustand der Riffe zu bewerten. Einige Riffe scheinen noch in einem gutem Zustand zu sein. Die Bedeckung an lebenden Korallen ist hoch und an kürzlich abgestorbene Korallen ist niedrig. Außerdem können viele Speisefische (z.B. Napoleon, Süßlippen) regelmäßig angetroffen werden. Jedoch gibt es nur relativ wenige Zackenbarsche, größer als 30 cm, zu beobachten, was auf eine potentielle Überfischung hindeuten kann. Obwohl Fischen in diesen Zonen verboten ist (mit Ausnahme der traditionellen Beduinen Fischerei), wurden an mehreren Tauchplätzen Leinen und Fischernetze entdeckt, die oft in Korallen oder Gorgonien verfangen waren. Zu unserem Bedauern konnten wir einige illegale Fischerboote beobachten die aktiv Leinen und Netze in der Ras Mohamed Zone ausgelegt haben.

Zwischendurch hatten wir die Möglichkeit auch Fun Dives durchzuführen und waren an den Thistlegorm und Dunraven Wracks wie auch an den besten Tauchplätzen rund um Ras Mohamed und den Tiran Inseln.

Einen großen Dank möchten wir den Sinai Divers ausschreiben, die schon so lange Reef Check unterstützen, auch an Sherif unseren motivierten und erfahrenen Guide wie auch die ganze Ghazala I Crew. Besonderen Dank als letztes natürlich an die Volontäre, die dieses Jahr dabei waren und unserem Fotografen Stephan Jäggi, der uns mit guten Bildern versorgt hat.

Reef Check Team

 

RC-Safari-2010

Greg & Chris am Diskutieren

RC-Safari-2010

...Besprechung des nächsten Surveys

RC-Safari-2010

das Team kurz vorm "Sprung"

   

RC-Safari-2010

auf dem Riff soll mann doch nicht laufen ...

 

 

RC-Safari-2010

und ein Stück weiter wieder Leute auf dem Riff ...

 

 

RC-Safari-2010

Dann mach ich mal ein Selbstportrait (Anna und Pascal)

Fotos: Anna Roik

   
   

RC-Safari-2010

vielleicht gibt es hier ja was zu fressen!

 

 

RC-Safari-2010

gute Tarrierung ist das A und O beim Reef Check und beim Tauchen allgemein

 

 

RC-Safari-2010

erklär mir das noch mal ...

   

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oder ich tanze etwas auf dieser komischen Schnur

 

 

 

RC-Safari-2010

muss ich den UW-Fotograf auch zählen?

 

 

 

RC-Safari-2010

ach so funktioniert das

Fotos: Stephan Jaeggi

   
   

26.5.2010 im ZDF 22:15 Abenteuer Wissen - Bedrohte Unterwasserwelten

Den Beitrag über unser Reef Check Projekt könnt ihr euch im Internet unter diesem Link anschauen. Danke an alle ehemaligen Teilnehmer und Unterstützer!

 

 

 
DRM
   
   

Masbat Bay Conservation - Clean Ups after the storm & wadi flood this year

Coral reefs and seagrass beds are fragile ecosystems. Their delicate balance can easily be destroyed, particularly through anthropogenic influences – including rubbish and all sorts of things that just don’t belong in the water. Plastic is found everywhere – unfortunately it takes a small eternity to disintegrate. The plastic constricts animals’ movements or kills through starvation, exhaustion, or infection from deep wounds caused by the tightening material. The animals may starve to death, because the plastic clogs their intestines thereby preventing them from obtaining vital nutrients. When plastic film and other debris settle on the bottom, it can suffocate immobile plants and animals. In areas with some currents, such as coral reefs, debris can wrap around living coral, smothering the animals and breaking up their coralline structures. The impact on the ecosystem is terrifying, and this is only a one part of what can be found down there. Moreover, who would like to dive through a sea of trash and rubbish?  Imagine coming to your favorite chill-out spot and everything is covered in filthy garbage – well, that’s what it is like in some places of the bay, especially on the sea grass beds close to the main promenade.
As part of the Masbat Bay Conservation Project, we try to organize a clean-up every Friday. This time we collected four rice-bags of garbage ranging from cables, pipes, carpets and innumerable pieces of plastic to cigarette butts, plastic bags, empty cans and even a sunshade umbrella, which we couldn’t take up due to its size - in only forty five minutes! Also, extensive coral damage and breakage was observed. In many places, rubbish got entangled in the corals, reducing the amount of sunlight for their symbiotic algae, causing the death of the coral and other related organisms.
We would like to encourage all dive centers in and around Dahab to support our efforts by organizing their own clean-ups and initiate other measures to keep Masbat Bay as clean as possible – not only for its reputation as a unique dive site, but also to minimize our destructive impact on its sensitive environment!

 

 

 

MBC

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Masbat Bay Conservation Projekt - Erster Bericht
Die Masbat Bay ist nicht nur für den Tourismus von Dahab von großer Bedeutung, sondern auch für die vielfältigen darin lebenden marinen Organismen. Das Ziel des in diesem Jahr erstmalig stattfinden Projektes ist eine genaue Bestandsaufnahme der Flora und Fauna in der Bucht. Die dabei gewonnen Daten sollen zu der Entwicklung eines Managementplans beitragen,  der dem Erhalt des marinen Ökosystems in der Bucht verhelfen soll. Die in den nächsten vier Wochen gesammelten Daten zielen vor allem auf eine Kartierung der Habitate und eine Überprüfung der Fischbestände in Bezug auf die von der Fischerei bedrohten Arten. Außerdem soll eine permanente Untersuchung der Seegrashabitate etabliert werden und das ein oder andere Unterwasser- und Beach-Cleanup gestartet werden.
Natürlich wären all unsere Vorhaben nicht ohne die  Hilfe von unserem engagierten RSEC-Team (Nina, Chris und Vicky) möglich, das uns in zahlreichen Präsentationen und praktischen Übungen am Riff, im Seegras und im feinen Sand des Roten Meeres alles für unsere Arbeit notwendige Wissen vermittelt hat. Nach einer Woche (relativ) harter Arbeit sind wir sogar in der Lage eine Kalkrotalge vom steinigen Substrat zu unterscheiden, und selbst bei geringster Sicht und starkem Wellengang ein Maßband im rechten Winkel zur Küste auszulegen!
Um die erforderlichen Daten zu sammeln wird für die Substratanalyse die Line Intercept Transect (LIT) Methode verwendet, bei der ein Maßband im rechten Winkel zur Küste gelegt und das Substrat, das sich genau darunter befindet, aufgenommen wird.  Die Erhebung der Fischbestände läuft im Gegensatz dazu auf einer rein visuellen Methode ab, bei der in verschiedenen Tiefen jeweils ein fünfzig Meter langes Maßband parallel zur Küste ausgelegt wird und die Indikatorarten entlang dieser Strecke gezählt werden. Um die Seegrasbetten zu untersuchen, werden wir in den nächsten Wochen einige Quadrate auf einer permanenten Basis in der Bucht auslegen, so dass diese dann im Laufe der nächsten Jahre immer wieder überprüft werden können.
Trotz der fantastischen Arbeit in Dahab, schadet es nicht seinen Horizont ab und zu ein wenig zu erweitern, weswegen wir letzte Woche einen ereignisreichen Tagestrip nach Nabq unternommen haben – einen wunderbaren Schnorchelgang in den Mangroven mit eingeschlossen. Und sonst, selbst nach der Arbeit gibt es genug Beschäftigung in Dahab, von einfachem Entspannen in einem der am Meer gelegenen Restaurants, bis hin zum Austoben beim Schnorcheln und Free-Diving - direkt vor der Haustür. Diese Kombination aus Arbeit und Vergnügen lässt sich einfach nicht in Worte fassen –  trotzdem, alles in allem: es macht einfach verdammt Spaß!

 

 

 

 

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