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  Aktuelles von der Feldstation in El Quseir:    
 
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RSEC

Feldstation El-Quseir

 
 

Volontäre gesucht für Projekte im Sommer

Coral Project Quseir, 2.-30.9.2010

 
Juli2005
 
 

RSEC Underwater Clean Up - Utopia Bay 23.7.2010

Heute führen wir auf einem Riff ein Clean Up durch. Dieses Riff wurde in 4 Tauchgängen zu je 10 Tauchern exakt dokumentiert (Reefcheck) und wir wissen jetzt genau, wo welcher Umweltmüll liegt und die Korallen am Wachsen hindert. Das sind hier vor Allem losgerissene Angelschnüre und Fischernetze.

Das war eine Säuberungsaktion der ganz besonderen Art: Das RSEC – Team führt zur Zeit ein Reef Monitoring durch. Dabei wird der Tauchplatz Utopia Inner Bay Nord genauestens beschrieben. Aufgefallen ist uns dabei die sehr hohe Belastung mit abgerissenen Angelschnüren und verlorenen Netzen. Dies stellt eine besonders große Gefahr für alle Riffbewohner dar, da sie sich hier schnell verfangen können. Fast eine halbe Stunde hat es allein für ein Team gedauert, einen großen Block Feuerkorallen von allen Schnüren zu befreien. Wir schätzen die Länge nur hier auf 30 bis 40 m! Die Messer blieben dabei auf dem Trockenen, wir haben uns extra dafür 10 nichtrostende Scheren gekauft und werden das Gütesiegel: „Rostfrei“ weiter testen.

In den Schnüren waren viele tote Äste von Bäumen. Wie die hierhin gekommen sind ist uns noch rätselhaft. Besonderheiten waren neben vielen Getränkedosen, mit Sand gefüllte Plastik- und Glasflaschen ein großer Windschutz aus dem Hotel und eine große Stahltreppe von einem Steg oder einem Taucherboot. Beides war an einigen Stellen von Korallen bewachsen, stellte also für das Riff keine Gefahr mehr dar, sondern bietet Ansatzpunkte für einen neuen Korallenblock. Unter dem Windschutz fühlt sich eine große Muräne geschützt zu hause.

Insgesamt haben vier Teams vier große Reissäcke bis oben hin vollgefüllt.

 

 

 

 

Bericht von Hendrik Bandmann

 

Utopia

Utopia

Utopia

 
 

Die Riff – Checker (Reef Checker) beim ersten Reef Monitoring Quseir Projekt. Erster Bericht von Hendrik Bandmann

Jetzt sind wir vollständig:
Christian als unser Instrukteur,
Lydia, Martin und Pascal als Trainees
Carla, Isabell, Hendrik, Nils, Phillip, Samir als Teilnehmer.

Bei einem Reef Check wird eine 100 m lange Leine mehrmals in unterschiedlichen Tiefen ausgelegt, in 4 Abteilungen von je 20 m geteilt (+ Pausenabteilungen von je 5 m) und rechts und links davon eine Breite von 2,50 m untersucht. Also vier Felder von je 100m². Für die Fischbestimmung wird noch eine Wassersäule von 5 m Höhe dazu genommen. Alles, was sich außerhalb dieser begrenzten Fläche befindet, wird nicht gezählt (außer Hai- und Delfinsichtungen).

An drei Vormittage gab es wahnsinnig viel zu lernen. Lydia erklärte uns den gesamten Ablauf eines Reef Checks. Martin stellte uns dann alle Fische vor, Pascal erläuterte die Korallen, die wir zählen sollen und Christian ergänzte das durch Handzeichen mit denen jeder Fisch, jede Koralle, jedes Substrat, jede Alge unter Wasser gekennzeichnet wird.
Also wirklich viel zu lernen: Formen – Farben – Namen – Abkürzungen – Handzeichen.
In drei Übungstauchgängen wurden wir dann abgefragt!!!
Nachmittags ging es dann endlich ins Wasser und jeder hatte die Möglichkeit, seine Ausrüstung und das Blei zu ergänzen. In Wirklichkeit aber hatten wir alle Christian im Hintergrund, der genau beobachtete, wie gut unsere Taucherfertigkeiten sind.

Aber damit ist die Ausbildung zum Reef Check EcoDiver noch lange nicht abgeschlossen. Es folgen noch viele Tauchgänge und Trockenübungen und natürlich auch Tests, ehe man uns an ein Riff loslässt.

Das Highlight dieser Woche war sicher eine Strandparty bei Tanky unserem ägyptischen Faktotum, ohne den bei uns nix läuft. Den genauen Grund für die Party hat zwar keiner erfahren aber es gab gutes Essen und sehr laute Musik und Tanz bis tief in die Nacht.

 

 

 

RMQ

RMQ

RMQ

 
 

Beach & underwater Clean-Up
Today (14th of July 2010) the RSEC El Quseir team took part in a big Clean-Up action near El Quseir. The event was organized by the dive center Diving.de at the beautiful dive site in Zerib Kebir, 20 km off the city.

Marlis, the dive center manager, gathers regularly hotel guests and other volunteers for clean-up events embedded in the Project AWARE. Pascal Kriwy of the RSEC El Quseir accepted her invitation and came with part of his team to collect lost fishing nets, hand-lines and other waste material from the corals. These items are easily damaging the corals and can lead to their death by covering them.

Two teams of his six each were checking the outer reef, armed only with small knifes and big plastic bags. The effort was worth it! Within one hour the thirty participants of the Clean-Up collected more than 110 kg of waste. They noted that the dive site is still pristine and fishing robes were only found in the upper meter of the water column at the edge of the reef.

As everywhere in the Red Sea floating plastic was common and therefore such events are necessary to focus the public attention on the marine pollution and to sensitise tourists as well as local Egyptians for the waste problem.

 

 

 

 

Diving.de Clean Up

Diving.de Clean Up

Diving.de Clean Up

 
 

Clean Up l Marsa Alam l WED 2010
Der „World Environmental Day 2010“ am 5. Juni war Anlass eine groß angekündigte Clean-Up-Aktion der ägyptischen Regierung umzusetzen. Minister der EEAA, der Red-Sea-Governor, die Ranger lokaler Nationalparks  sowie zahlreiche Vertreter der Medien waren vor Ort um 300 Aktivisten der Region rund um Marsa Alam zu empfangen.
Die nationale NGO HEPCA (Hurghada Environmental Protection and Conserveation Association), mehrere Tauchschulen, viele hundert helfende Hände der Bevölkerung und Touristen aus aller Welt, sowie natürlich das RSEC Team sind freiwillig und auf eigene Kosten angereist, um am Clean Up des Jahres teilzunehmen. Ziel der WED2010-Aktion war es den Hafen Marsa Alams, sowie neun weitere Buchten der Umgebung Über- und Unterwasser von Müll zu befreien.

Das wahre Ausmaß der Verschmutzung
Die örtlich übliche Müllentsorgung der Safariboote, die angesammelten Abfälle in Säcken oder lose über Board zu werfen hat, speziell, doch natürlich nicht ausschließlich, im Hafenbecken Spuren hinterlassen. Treibgut der Konsumkultur sammelt sich in großen Mengen an der Küste und lässt den Strand als Ort zur Freizeitgestaltung oder Oase der Ruhe kaum noch erkennen.
Unterwasser ein ähnlich erschreckendes Bild. Berge von Plastik, ob Mülltüten, PET-Flaschen oder Schlauchboote, Getränkedosen, Unmengen an Glasflaschen und Verpackungsmaterial, Autoreifen, sogar Jeans und T-shirts – alles war zu finden. Viele Taucher haben in den Stunden der Aktion mühselig säckeweise Müll an die Oberfläche gebracht, welcher innerhalb nur weniger Minuten achtlos über Board oder von Land aus im Meer entsorgt wurde.

Richtig gut…
Anwesend, motiviert und engagiert waren viele.
Außer dem RSEC-Team waren Vertreter der nationalen NGO HEPCA, mehrerer Tauchschulen wie Red Sea Diving Safari, Sinai Divers, South Red Sea Diving Club, sowie viele Freiwillige vor Ort um etwas zu bewegen. Nicht nur der eine, von staatlicher Seite einberufene, Tag wird an der Verunreinigung der Küste und des Meeresbodens vieles ändern. Zu sehen wie groß die Zahl der Menschen ist, die Taten setzen und den längerfristigen Sinn sehen, gibt jedoch Hoffnung. Für das RSEC Team ein perfekter Ort um mit Gleichgesinnten bestehende Problematiken, mögliche Projekte und etwaige Lösungen zu besprechen.

..doch was lief schief?   
Die organisatorische Leitung hat es versäumt einige essentielle  Vorbereitungen im Vorfeld zu unternehmen. So zum Beispiel sind keine Karten des zu betauchenden Beckens und keine Angaben über Ansammlungen von Müll gestellt worden, was den glatten Ablauf der Aktion behinderte. Die anwesenden Taucher mussten selbst die Stellen finden, an denen die Aktion mit mehreren Aktivisten überhaupt sinnvoll war. Zudem  waren die Veranstalter nicht in der Lage für genügend Boote zu sorgen. Die angekündigten vier Zodiacs, die die freiwilligen Helfer an der Oberfläche stetig mit neuen Müllsäcken versorgen und sie zudem Unterwasser vor ankernden Safaribooten schützen sollten, waren nicht da, was die Sicherheit der Aktion wiederum massiv beeinträchtigte.
Aufgrund der mangelnden Vorbereitungen und dem unkoordinierten Ablauf war die Aktion kurz nach Mittag auch bereits beendet. Die kostbare Arbeitskraft der Freiwilligen konnte damit nicht effektiv genutzt werden.

Fazit: Ein Clean Up im Jahr ist nicht genug!
Gemeinsam mit Mitarbeitern der nationalen NGO HEPCA sind wir zu dem Schluss gekommen, dass eine Aktion im Jahr nicht annähernd den Erfolg bringt, den es medial wirksam betont. Die Bereinigung anthropogen eingebrachter Störfaktoren braucht keine heuchlerischen Fotos und unwahre Berichterstattungen!
Intensive Vorbereitungen und unterjährige Wiederholungen könnten einen reibungslosen Ablauf sichern, im Laufe der Zeit für immer mehr freiwillige Helfer und private Sponsoren sorgen und damit langfristig die Effektivität solch wichtiger Aktionen erhöhen.  
Das RSEC veranstaltet schon seit 2007 ähnliche Clean Ups in Dahab und El Quseir. Saubere, vom Müll gereinigte Strände und Riffe sind vielmehr der Initiative und den Anstrengungen von ungeförderten Vereinigungen und freiwilligen Helfern zu verdanken, als offiziellen Veranstaltern.

 

 

      RSDS      South Red Sea HEPCA

 

WED2010

WED2010

WED2010

WED2010

WED2010

WED2010

 

 

 

 

 

 

 

 

HEPCA

 
 

Synchron laichende Korallen am Roten Meer

Die sogenannten großen „Spawning-Events“ sind ein faszinierendes Phänomen der Korallenriffe. In verschiedenen tropischen Regionen findet einmal im Jahr ein gemeinsames Ablaichen (spawning) diverser Korallenspezies statt.
Sämtliche Korallen beginnen simultan kleine Ei- und Spermienpakete zu entlassen, welche zur Wasseroberfläche driften. Dort findet die eigentliche sexuelle Aktivität der Korallen statt. Gameten verschmelzen und es entwickeln sich Korallenlarven, welche in der Wassersäule umherdriften bis sie auf geeignetes Substrat stoßen, wo sie sich ansiedeln und die Metamorphose zum jungen Korallenpolypen einleiten können.
Korallen, evolutiv gesehen sehr primitive Organismen, welche bereits  in den frühsten Zeiten der Erdgeschichte die urzeitlichen Meere unseres Planeten bewohnten, sind in der Lage ein höchst synchronisiertes Massenablaichritual durchzuführen.
Jährliche „Spawnings“ ereignen sich zumeist einige Tage nach Vollmond. Relevante Faktoren hier sind die Wassertemperatur und das Mondlicht, welche sich die Korallenpolypen zunutze machen um zeitgleich das Fortpflanzungsritual zu starten.

Ein Massenablaichen (Mass spawning) zahlreicher Korallenspezies ist zum ersten Mal am Great Barrier Reef in Australien beschrieben und daraufhin ausgiebig studiert worden. Dahingegen wurde bisher wenig über das synchronisierte Ablaichen der Korallen am Roten Meer berichtet.
Tatsächlich findet auch am Roten Meer synchronisiertes Ablaichen statt, jedoch in geringeren Ausmaßen, so dass erst genauere Beobachtungen Aufschluss über diese Ereignisse liefern können.

Im aktuellsten Forschungsbericht zur synchronen Reproduktion der Korallen am Roten Meer (Hanafy et al. 2010) werden Daten der letzten zwei Jahre ausgewertet und zusammenfassend dargestellt. Es konnte bei zahlreichen Acropora-Arten (Steinkorallenarten) eine synchronisierte Gametenreifung nachgewiesen werden, welche vor den Vollmondnächten im April/Mai stattfindet. Proben, die nach dem Vollmond im April/Mai entnommen wurden, geben den Hinweis darauf, dass um die Vollmondnacht Ende April ein synchronisiertes Ablaichen stattfinden muss, da keine Gameten mehr in diesen Korallenproben festzustellen waren. Höchst interessant wäre es weiter herauszufinden, wie es bei anderen Steinkorallengattungen und -familien aussieht und ob diese sich in den Zeitraum dieses synchronen Ablaichens der Acropora-Arten eingliedern.
Nach diesen aktuellsten Angaben liegt die Vorhersage für ein Spawning Event der Acroporaspezies am Roten Meer auf Ende des Monats April (Vollmond April 2010: 28.04.2010).

Möglicherweise kann das Ereignis direkt unter Wasser beobachtet oder aber könnten Spuren von Korallenlaich im Wasser festgestellt werden. Wenn ihr zum kommenden Vollmond eure Tage hier am Roten Meer verbringen solltet, so haltet die Augen offen - unter und über Wasser! Ihr könnt uns auch gerne von euren Beobachtungen berichten und selbst gemachte Fotos oder Videos zusenden! Hier das enstprechende Formular dazu.

 

Acropora

Acropora

Acropora

Acropora

Acropora

 
Acropora
 

 
 

Lifestyle am Roten Meer in El Quseir –
Natur und Mensch zwischen Wüste und Korallenriff
in Kooperation von RSEC, Extradivers, und Radisson blu

Sonntag, 7. Februar - Sonntag, 28. Februar 2010

Ein Bericht von Robert Hofrichter, RSEC-Büro Salzburg
15. November 2009

Am  1. Oktober 2009 übersiedelte die meeresbiologische RSEC-Feldstation El Quseir ins Radisson blu Resort (Forumlink) und zu den Extradivers worldwide (Forumlink) .  Ein Ergebnis der neuen Kooperation sind die Meereswochen in Quseir unter dem Titel Lifetsyle am Roten Meer - Natur und Mensch zwischen Wüste und Korallenriff (im Februar 2009 noch unter dem Namen „Sommerakademie im Winter“ gelaufen). Bei dieser Veranstaltung kommen nicht nur die Taucher, sondern auch die nicht tauchenden Familienmitglieder voll auf ihre Kosten. Denn ein reichhaltiges Programmangebot selbst für Kinder, das sich über drei Wochen erstreckt, erwartet unsere Gäste. Mehr Information hier:
Es ist kein Zufall, dass wir den Termin für den Februar planen  – in eine Zeit, in der die Sehnsucht nach mehr Sonne, Meer und Abenteuern bei vielen Europäern steil ansteigt. Dem Winter entgehen und der Sonne entgegen – oder Lifetsyle am Roten Meer – unter diesem Motto würden wir zwischen dem 7. und 28. Februar 2010 auch Sie/Dich gern bei uns in El Quseir begrüßen.
Wenn die europäischen Sommerakademien – selbst jene am Mittelmeer – wegen des schlechter werdenden Wetters, der kürzer werdenden Tage und der verflogenen Sommeratmosphäre längst ihre Pforten geschlossen haben, beginnt am Roten Meer in El Quseir erst unsere Saison – und das nur knapp vier Flugstunden von Mitteleuropa entfernt.
Neben all den kreativen Programmangeboten aus den Bereichen Kunst, Fotografie, Körperharmonie, Musik, Sport & Bewegung, Tanz und Kochen wird es ganz intensiv - wie könnte es anders sein - um das Rote Meer, seine Korallenriffe und Unterwasserwelt, seine Natur- und Kulturgeschichte gehen. Dass dabei das Tauchen & Schnorcheln nicht zu kurz kommen wird, versteht sich an diesem wunderbaren Korallenriff von selbst. Für eine sichere und zuverlässige Begleitung unter Wasser sorgt die renommierte Tauchbasis Extradivers und die Gäste werden vom bekannt erstklassigen Service von Radisson blu verwöhnt. Das RSEC vermittelt den Gästen tiefere biologische Einblicke in die Wunderwelt der Korallenriffe - aber auch viele spannende Informationen zur Östlichen Wüste, zum Hinterland, zu den Beduinen, zu Carl Klunzinger und anderen Pionieren der Rotmeerforschung, die in Quseir geforscht haben und zur großen Geschichte des Hafens von Myos Hormos und Leucos Limen, beide Teil des heutigen El Quseir.
"Du wirst dich bei uns wie in Abrahams Schoß (wohl)fühlen - bei Zeus! ", so heißt es in der Begrüßung von Dr. Wolfgang Löhnert auf der Internetseite der Sommerakademie auf Zakynthos. Die Aktivitäten unseres Freundes Wolfgang Löhnert sind uns ein Vorbild, und darum soll es in El Quseir nicht anders sein! Abraham passt außerdem thematisch ausgezeichnet in diese Region, sind wir doch in der Urheimat der drei "abrahamischen" oder "abrahamitischen" monotheistischen Religionen - und einer der kulturhistorischen Vorträge am RSEC unter dem Titel "Das Rote Meer und der Liebe Gott" behandelt genau dieses Thema.
Lifetsyle am Roten Meer  im Februar und November sollen ab sofort zu einem alljährlich stattfindenden, festen Programmangebot im Jahreskalender der drei Partner werden.
Extradivers, RSEC und Radisson blu freuen sich auf Ihren/auf Deinen Besuch!
Nun wünschen wir unseren Gästen einen wunderschönen Winter, an dessen Ende im Februar 2010 – vielleicht als sein Höhepunkt – eine ebenso wunderschönes Lifetsyle am Roten Meer  in El Quseir steht.
Ma’salama in El Quseir!

 Ihr/Dein RSEC-Team

 

Quseir

Quseir

Quseir

Quseir

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Fluoreszenz im Riff – Glühende Korallen          
Nesseltiere lassen sich zum Leuchten anregen. Das entdeckte der Brite Charles Phillips bereits 1927 (!) bei einem Strandspaziergang. Phillips fiel eine eigentümliche schimmernde Färbung einiger Seeanemonen in einem Tidentümpel auf. Viele Korallenarten erstrahlen ebenso in leuchtenden Farben, denn auch sie können die unsichtbare Strahlung in sichtbares Licht umwandeln. Die leuchtenden Farben beruhen auf dem physikalisch-chemischen Phänomen der Fluoreszenz .
Bei der Fluoreszenz absorbieren bestimmte Pigmente (Proteine) im Körpergewebe das kurzwellige, energiereiche UV-Licht und geben es fast zeitgleich wieder ab - allerdings mit einer deutlich höheren, im sichtbaren Bereich des Spektrums liegenden Wellenlänge – mit niedriger Energie. Die Verschiebung der Wellenlängen bezeichnet man als Stokes-Verschiebung. Basierend auf dem Verschieben von Wellenlängen kann man auch einige Phänomene im Riff erklären. So z. B., weshalb ein Fisch in 15 m immer noch seine rote Signalfarbe beibehält. Eigentlich ist der Rotanteil des Lichts in diesen Tiefen bereits schwindend gering, aber bestimmte Pigmente strahlen rotes Licht ab.
Bestimmte zooxanthellate (algenbeherbergende) Korallen schaffen es mittels Auto-Fluoreszenz auch unterhalb der euphotischen Zone zu gedeihen. Im Golf von Aqaba wurde die zooxanthellate Koralle Leptoseris fragilis in Tiefen von bis zu 145 m gefunden - in Tiefen, in die keine photosynthetisch aktive Strahlung mehr vordringt. Dennoch fangen bestimmte Pigmente im Körpergewebe der Koralle die noch vorhandene UV-Strahlung ein. Diese wird in einen photosynthetisch aktiven Spektralbereich verschoben bzw. "umgewandelt" und kann dann von den Zooxanthellen (Algen) zur Photosynthese benutzt werden.
Das RSEC in El Quseir bietet nun in Kooperation mit den Extradivers Tauchgänge mit Speziallampen an (Achtung: Das sind keine UV-Lampen, sie schädigen die Korallen nicht!). Während dieser Tauchgänge erleben die Taucher das Riff zum Teil in strahlenden Neonfarben. Es gibt keine gute oder ausreichende Beschreibung für die Farben und das allgemeine Erscheinungsbild der Riff-Organismen im UV-Licht. Durch das UV-Licht werden bestimmte Organismen wie Seefedern und kleine Zylinderrosen eher bemerkt als unter Normallicht. Sehr schön erscheinen "blühende" Korallen – die ihre Polypen ausgestülpt haben oder auch Röhrenwürmer.
Seit der frühen Entdeckung des Phänomens haben sich viele Wissenschaftler mit den fluoreszierenden Eigenschaften von Korallen, Anemonen und Quallen beschäftigt. Es zeigte sich, dass viele Nesseltiere in grünen, blauen, gelben und roten Farbtönen fluoreszieren und dass dieses Leuchten seinen Ursprung meistens in speziellen Eiweißstoffen hat.
Man muss es als Taucher einfach selbst erleben. Beschreibungen in Wort und Schrift können dieses Phänomen werden der Wirklichkeit immer weit entfernt bleiben!

 

Fluoreszenz

Fluoreszenz

Fluoreszenz

Fluoreszenz

 
 

November 2009: Herzlichen Gruss von der RSEC-Feldstation El Quseir

Wir - das sind derzeit sieben Staffmitglieder des RSEC in El Quseir - sind bereits einen ganzen Monat hier bei den Extradivers und Radisson blu. Manche der naturräumlichen Gegebenheiten sind hier anders - darauf müssen wir uns mit unserem Programmangebot einstellen (dafür ist die Kooperation äußerst freundschaftlich und entspannt ... und das wollten wir ja). Die geschützte El Quadim Bucht hatte freilich auch Vorteile ...

Derzeit herrscht wunderbares, ruhiges Wetter und jeden Tag können wir vom Steg ins Meer steigen. Aber das wird nicht ewig so bleiben. Es kann schon passieren, dass manchmal zwei Wochen ein starker Wind geht und damit auch die rote Fahne weht ... An solchen Tagen müssen wir in andere Buchten zum Schnorcheln ausweichen - oder wir nutzen die kleinen Riffdach-Lagunen und Vertiefungen direkt vor dem Haus, wo man sicher schnorcheln kann und dennoch viel Spannendes findet. Etwa Muränen, Kraken, verschiedenste Riffische, Korallen, eine Anemone mit einem Baby-Clownfisch und vieles mehr.

Auf jeden Fall wollen wir unser Mikroskopie-Programm weiter ausbauen. Jede Woche sollen den Gästen des Hotels und der Tauchbasis mehrmals Planktonorganismen, Sandlückenbewohner, Zooxanthellen und die Nesselkapseln von Korallen präsentiert werden.

Wir sind uns mit unseren neuen Partnern auch einig, dass die "Sommerakademie im Winter" sicher stattfinden soll link . Wir bitten alle Freunde und Unterstützer um ihre Hilfe für diese Veranstaltung. Tüchtige Kursleiter für biologische, künstlerische und weitere Themenbereiche sind uns willkommen! Auch weitere Volontäre brauchen wir in der Zeit in El Quseir (bitte mit dem Stationsleiter Pascal Kriwy absprechen office.quseir(at)redsea-ec.org ).

Wir freuen uns über jede Anregung und Unterstützung, damit die altneue RSEC-Feldstation in Quseir einen Beitrag zum Meereschutz, Ausbildung und auch Forschung leisten kann

 

Quseir

Quseir

Quseir

Quseir

 
 

Keep Quseir Beautiful Project

Die Sprachschule El Quseirs initiierte vor 2 Wochen ein Projekt, bei dem Schüler der Region sowie freiwillige Helfer einen bestimmten Stadtteil Quseirs, das als „Ghetto“ der Stadt gilt, aufräumen sollten.
Das Red Sea Environmental Centre (RSEC) wurde gebeten, die Aktion zu unterstützen.  Mitglieder der Umweltorganisation halfen beim Aufsammeln des Mülls und hielten einen  Vortrag über die Umweltprobleme der Region, um auf die existierenden Mängel aufmerksam zu machen. In Ägypten herrscht ein enormer Verbrauch an Plastikmüll, der mangels eines funktionierenden Müllsystems nicht ordnungsgemäß entsorgt wird, sondern von den Einheimischen gezwungenermaßen vor ihren Häusern abgelegt wird. Durch den Wind werden vor allem Tüten überall verteilt, landen teilweise im Meer und führen zu immensen Schäden der Ökosysteme im Meer und an Land.
Im Rahmen des Projekts wurde drei Tage lang im dem Stadtteil Müll gesammelt, ein abgegrenzter Bereich wurde von Steinen befreit um anschließend Bäume zu pflanzen und einige Häuserwände wurden von Schülerinnen der Grafikschule mit Comic- Figuren sowie typisch ägyptischen Motiven bemalt.
Die Schüler zeigten insgesamt eine hohe Motivation und veranstalteten beim Aufräumen und Steine beseitigen Wettkämpfe, wodurch in den drei Tagen sehr viel erreicht werden konnte. Die Bewohner des Viertels zeigten zwar Interesse an der Aufräumaktion, nahmen jedoch bedauerlicherweise nicht aktiv daran teil.
Das Projekt fand großen Anklang bei den Obrigkeiten der Stadt, unter anderem hielt sogar der Bürgermeister El Quseirs eine Rede über das Müllproblem.  
Für die Zukunft stellt sich die Frage, ob es weiterhin funktionieren wird, das Viertel von Müll freizuhalten. Dafür muss jedoch von der Stadt gewährleistet werden, dass ausreichend Mülltonnen zu Verfügung gestellt werden und diese auch regelmäßig geleert werden. Um das Müllproblem der Region einzudämmen wäre es außerdem sinnvoll, Stofftaschen statt Plastiktüten anzubieten, oder Pfandflaschen einzuführen. Weiterhin sollten Schulen die Problematik aufgreifen und die Schüler dementsprechend aufklären.
Insgesamt ist die Motivation der beteiligten Schüler als sehr positiv zu werten und es besteht die Hoffnung, dass diese etwas dazugelernt haben um in Zukunft sorgsamer mit ihrer Umwelt umgehen.

 

KQB

KQB

KQB

KQB

 

 
 

Gemeinsam Flagge zeigen

Verschmutzte Tauchplätze sind leider ein weit verbreitetes Bild auf der ganzen Welt, auch im südlichen Ägypten. Individuelles Engagement einzelner Tauchbasen war der bisherige Ansatz im Kampf gegen die immer wiederkehrenden Müllmassen und stößt aufgrund des Ausmaßes der Verschmutzung leider an ihre Grenzen

Am 11. und 12. Februar 2009 hat sich das geändert, und es wurde zusammen angepackt!

Das Red Sea Environmental Centre (RSEC) organisierte mit Unterstützung der HEPCA (Hurghada Environmental Protection and Conservation Association) die erste gemeinsame Beach Clean Up Aktion in der Region, die zukünftig einmal im Monat stattfinden soll. Durch die Zusammenarbeit von Dive Staff, Gästen und Mitarbeitern beider Organisationen konnten mit vereinten Kräften innerhalb von nur 2 Nachmittagen an 2 Tauchplätzen über 4 Tonnen Müll gesammelt und entsorgt werden. In Serib Kebir ca. 10 km südlich von Qusayr kamen 733,5 kg Müll und in Abu Saafa neben 414 kg Müll (Total 1147,5 kg), außerdem ca. 3 t Reste aufgelaufener Safaribote.

Wir möchten uns hiermit nochmals für die großartige und enthusiastische Zusammenarbeit aller beteiligten Tauchoperator (EXTRA DIVER, MAGIC DIVER, SUBEX, DUCK DIVER, PHARAO DIVER UND SUBAQUA) aus der Region Al Qusayr bedanken, ohne die diese Aktion nicht möglich gewesen  möglich wäre.

 

Christof Schneider
Leiter der RSEC-Feldstation Quseir
 

CleanUp

Abu Saafa vor dem Clean Up

CleanUpQuseir

Abu Saafa vor dem Clean Up

 

 

 

 

CleanUpQuseir

Eine paar Leute ...

 

CleanUpQuseir

... machen den Unterschied

 

CleanUp

Abu Saafa 414 kg

 

CleanUp

Mehr als 4 Tonnen...

 

CleanUp

... in nur 2 Nachmittagen!

 

CleanUp

Serib Kebir 733,5 kg

 

 
 

Jetti of Love

Cephalopoden, Kopffüßer: Tintenfische: Roter Krake, Octopus cyaneus
Tathergang:  Gestern Nachmittag wurde die Kopulation zweier Kraken ausgiebig bestaunt.

Die beiden Kraken trafen sich direkt am Jetty zu einem viertelstündigen Stelldichein. Auffallend war hierbei die sichtbare Erregung des männlichen Partners, welche durch die dunkel rote Färbung des Tieres sichtbar wurde. Auch das Weibchen   errötete immer wieder in leichten Farbwechseln. Ein Farbwechsel  funktioniert bei einem Oktopus durch das sogenannte „Chromatophororgan“, das über Muskelkontraktion Pigmente verteilen kann. Farbwechsel werden nicht nur bei Erregung sondern auch zur Tarnung benutzt.

  

 

Nachdem eine genehme Position von beiden gefunden wurde, streckte das Männchen einen Arm aus und führte diesen in die Manteltasche des Weibchens. Dabei handelt es sich um einen umgestalteten Arm, welcher das Spermienpaket zielsicher anbringen kann.
Nach vollbrachter Tat wurde der Arm wieder eingezogen und das Weibchen verschwand mit auffälligen Farbwechseln.
Das Weibchen hängt ein Eipaket an eine geeignete Stelle am Substrat und bewacht sie bis zum Schlüpfvorgang, und versorgt die währenddessen mit Sauerstoff, indem sie leichte Strömungen durch ihre Bewegungen hervorruft.
Unabhängig von der Prozedur, leben Mutter- und Vaterkrake nach der Kopulation nur wenige Monate weiter.

 

 

 

 

Krake

Krake

Krake

 
 

Wir sind aktiv, bei uns tut sich Vieles, was meeresinteressierte Naturfreunde begeistern wird: Unser Forum bietet täglich Aktuelles von den Feldstationen:

Die 20 letzten news aus dem Forum sind immer aktuell auf der Indexseite des RSEC zu finden, zusätzlich auch auf  fnz und mare-mundi.eu .

8. bis 12. April 2008
9. April: Heute kann man in El Quseir in vielen Buchten kaum ins Wasser gehen. Das liegt nicht nur am trüben Wasser und den stürmischen Bedingungen, sondern auch an den Massen der stark nesselnden Leuchtquallen (Pelagia noctiluca). Diese Art kennen auch die Liebhaber des Mittelmeeres, wo es in den letzten Jahren scheinbar immer regelmäßiger zu Massenentwicklungen kommt. Doch am Roten Meer sind solche eher selten, häufiger erlebt man Massenentwicklungen von Ohrenquallen (Aurelia aurita). Selbst langjährige Mitarbeiter von SUBEX sagen, dass sie solche Mengen dieser Quallen noch nie gesehen haben. Die Ganze El Quadim Bucht ist voll, das Wasser ist violett verfärbt, ähnlich wie bei Roten Tiden.

Pelagia noctiluca gehört zu den wenigen auch in europäischen Meeren vorkommenden Schirmquallen, deren Nesselkapseln die menschliche Haut durchdringen können und schmerzhafte Nesselverletzungen verursachen.
Die Nesselkapseln der Fangtentakel durchdringen die menschliche Haut. Durch das Nesselgift werden stechende Schmerzen ausgelöst (etwa doppelt so intensiv wie das Gift der Brennnessel) und es bilden sich Bläschen die nach 2-4 Wochen abheilen.

In den letzten Jahren häufen sich auch im Mittelmeer Meldungen über ungewöhnliche Massenvorkommen von Feuerquallen, die dann auch regelmäßig zu Strandsperrungen führen. Überraschend weit im Norden löste im Herbst 2007 vor der nordirischen Küste bei Antrim ein Feuerquallenschwarm den Tod von 100.000 Zuchtlachsen aus ( spiegel.de ). Als Gründe für diese Veränderungen der Feuerquallen werden oft Überfischung und globale Erwärmung angeführt, doch meiner Meinung nach sind es eher stark vereinfachte journalistische Darstellungen ... Die wirklichen ökologischen Zusammenhänge werden wohl recht komplex sein.

 

Team

Abu Dabbab

Pelagia

Pelagia

Pelagia

 

Delfine spielen Fußball (Schnabelball) mit einem Kugelfisch
9. April 2008

Heute haben wir in der Tauchbasis ein unglaublich schönes und spannendes Video gesehen. Nur für den Kugelfisch war es nicht so schön ... Aber er hat tapfer gekämpft ... David gegen Goliath ...
Und das war so: Vor 5-6 Tagen wurden Taucher von der SUBEX-Tauchbasis in Abu Dabab von Delfinen aufgesucht (wir waren zwei Tage später da und haben nichts gesehen ...). Es waren 4-5 Kleine Tümmler (Tursiops aduncus), auch Indopazifischer Großer Tümmler genannt. Die Taxonomie dieser Art ist etwas kompliziert, denn diese Art wird auch als Unterart des Großen Tümmlers angesehen. Ob der Große Tümmler Tursiops truncatus eine Art ist oder in Wahrheit in zwei oder drei Arten unterteilt werden muss, ist nach wie vor umstritten. Während die meisten Zoologen die insgesamt 3 Formen in letzter Zeit höchstens für Unterarten einer einzigen Art hielten, hat Dale W. Rice in seinem Standardwerk Marine Mammals of the World. Systematics and Distribution (1998) in aduncus wieder eine eigenständige Art gesehen, dagegen aber gillii als Unterart von truncatus eingeordnet.

Diese systematisch-taxonomische Streitfrage hat aber die glückliche Tauchergruppe in Abu Dabab nicht interessiert. Sie hielten Ausschau nach dem Dugong, der aber nicht zu sehen war. Dafür waren auf einmal die Delfine da. Auch nicht schlecht ... Die Tiere  zeigten überhaupt keine Scheu, es hat ihnen vielmehr Spaß gemacht vor den Tauchern Fußball mit einem Kugelfisch zu spielen. Gut, es ist in diesem Fall eher ein Schnabelball, denn Füße haben ja Delfine nicht ...

Der Kugelfisch hat tapfer versucht gegen die Delfine zu "kämpfen" und hat sich - wie es in seiner Sippschaft so üblich ist - voll mit Wasser zu einer Kugel aufgepumpt (Kugelfische bei wikipedia ). Er hat sogar versucht zurück zu beißen ... Die Delfine haben ihn aber letztlich wieder „schwimmen lassen“. Sie wollten einfach nur spielen ... Sicherlich wissen sie auch, dass Kugelfische nicht so gesund sind ... Hauptbestandteil des Giftes der Kugelfische ist Tetrodotoxin (TTX), das sich besonders in Haut, Leber und Eierstöcken des Fisches befindet, aber nicht im Muskelgewebe. Tetrodotoxin verdankt seinen Namen der Familie der Kugelfische (Tetraodontoidei) und wurde erstmals 1950 aus den Ovarien eines Kugelfisches isoliert. Dieses Nervengift ist eines der stärksten bekannten, nicht proteinartigen Gifte: Die tödliche Dosis beträgt nur etwa 10 µg/kg Körpergewicht. Es wirkt nur auf die Körpernerven, nicht auf das Gehirn − die Opfer werden vollständig gelähmt und können sich weder bewegen noch sprechen, bleiben aber bei Bewusstsein. Sie sterben dann an durch die Lähmung bedingtem Atemstillstand und folgender Erstickung oder aber an Herzstillstand. Wenn Atmung und Kreislauf schnell genug durch Notfallmaßnahmen in Gang gehalten werden, klingt die Giftwirkung innerhalb etwa 24 Stunden ab, und die Opfer erleiden keinen bleibenden Schaden.
Es wird davon ausgegangen, dass die verschiedenen Arten der Kugelfische das Nervengift nicht selbst synthetisieren. Bakterien, die der Fisch vermutlich durch die Nahrung (z. B. verschiedene Krebstiere, Würmer und Rotalgen) aufnimmt, werden hierfür verantwortlich gemacht. So wurden beispielsweise Pseudomonasbakterien bei der Art Fugu poecilonotus und verschiedene Vibrionen, wie das Bakterium Vibrio aIginolyticus bei Fugu vermicularis ssp. vermicularis, gefunden. Diese Bakterien gelten als TTX-Produzenten. Man kann von einer Symbiose zwischen den Fischen und Bakterien ausgehen. Der Fisch ist durch den speziellen Aufbau seiner Nervenzellen gegen das Gift resistent und profitiert durch die ermöglichte Verteidigung und liefert den Bakterien wiederum einen Lebensraum, in dem sie sich vermehren können. Die These, dass Bakterien die Giftbildung verursachen, wurde allerdings wieder angezweifelt.

All das spielte sich 10 Minuten lang direkt vor der Videokamera eines Tauchers in 3 bis 6 Meter Tiefe ab ... Ich habe den glücklichen Kameramann gefragt, vielleicht bekommen wir einige Minuten des Materials für unser Forum ...

 

Kl- Tümmler

Arothron hispidus

Ökobucht


 
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