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Auf diesen Seiten sind umweltrelevante Projekte dargestellt, die vom RSEC initiiert und umgesetzt wurden, oder in Planung sind.

--> Wissenschaftliche Projekte in Kooperation befinden sich hier.
   
 

Korallenriffe des Süd-Sinai auf dem Prüfstand:
Dahab Reef Monitoring

Dr. Alexander Keck and Christian Alter

Riff-Forscher am Red Sea Environmental Centre (RSEC) in Dahab (Süd-Sinai, Golf von Aqaba / Rotes Meer) studieren derzeit zerstörerische Einflüsse an den Saumriffen und registrieren dabei eine menschliche Einwirkung großen Umfangs. Die Forscher werden bei der Arbeit von Volontären unterstützt. Auf zahlreichen Tauch- und Schnorchelgängen sowie Inspektionen von Land aus werden fast täglich Verletzungen von Nationalpark-Vorschriften beobachtet. Hierzu gehören das Fischen mit Netz oder Leine in allen Riffbereichen, mechanische Schädigungen an Korallen durch Fischer wie auch Schnorchler und Taucher, sowie Verschmutzung vor allem durch Plastikabfälle. Den Wissenschaftlern erscheint daher eine gründliche Dokumentation des Gesundheitsstatus der Korallenriffe und ihrer benachbarten Habitate ein dringliches Anliegen.

Mit Genehmigung der ägyptischen Nationalparkbehörde sowie in Zusammenarbeit mit Reef Check Europe und Egypt hat das RSEC in Dahab vor kurzem ein Riffüberwachungsprogramm gestartet, das auf einer Erweiterung der Standard - Reef Check Methode beruht. Dieses erweiterte Reef Check -Protokoll, nämlich das Dahab Reef Monitoring, zielt auf eine wesentlich höhere Auflösung sowohl qualitativer als auch quantitativer Information ausgewählter Riffabschnitte ab. Kurz gesagt wurden bei der erweiterten Methodik zusätzliche Indikatorarten beim Fische- und Wirbellosen-Transsekt aufgenommen, und der Substrat-Transsekt enthält 32 statt der ursprünglichen 10 Kategorien. Ein neuer, vierter Transsekt über Coral Damage liefert umfangreiche Daten über Korallenschädigungen natürlichen wie menschlichen Ursprungs (durch natürliche Fressfeinde bzw. Bruch und Abrasion).

Es ist klar, daß ein solch detailliertes Monitoring höhere Ansprüche an die VolontärInnen stellt, als bei einem Standard - Reef Check erwartet wird. Gute Tauchfertigkeiten wie auch geeignetes riffbiologisches Wissen sollten die Teilnehmer nach Möglichkeit mitbringen. Erfahrungen von der Teilnahme an früheren Reef Check - Surveys sind von Vorteil, aber keine Bedingung. In jedem Fall ist ein mehrtägiges Training vor dem Beginn des Monitorings vorgesehen, und bei jedem Teilnehmer werden die Fähigkeiten im Bestimmen von Indikatorarten und Kategorien getestet, um den Erfolg einer geplanten Monitoring-Aktion und die Zuverlässigkeit der zu erwartenden Ergebnisse abzusichern.

Die Ergebnisse des Dahab Reef Monitoring liefern nicht nur Kerndaten für die globale Reef Check Datenbank, sondern sind in erster Linie als Werkzeug für das Riffschutz-Management in den geschützten Küstenzonen des Süd-Sinai gedacht. Die Daten sehen größeren Detailreichtum, höhere Genauigkeit sowie größere Aussagekraft und Verläßlichkeit für die Interpretation vor. Änderungen am Gesundheitszustand der Riffe werden sich in Zukunft besser und schneller nachweisen lassen. Managern und Rangern in den Schutzgebieten soll dadurch geholfen werden, Aktionspläne zum nachhaltigen Schutz der Küstenbereiche zu erstellen und auch umzusetzen. Die Maßnahmen des Dahab Reef Monitoring sind im übrigen keineswegs begrenzt auf Dahab und Umgebung, sondern können ebenso auf andere Riffbereiche entlang des Golfes von Aqaba und weiterer Küstenstriche des Roten Meeres ausgedehnt werden.

RSEC wird im Jahr 2008 zweimal 2 Termine (je 2-3 Wochen) anbieten. Wenn Sie an weiteren Informationen oder einer Teilnahme interessiert sind, wenden Sie sich an christian.alter@redsea-ec.org

 
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